Test: Wasteland 2: Directors Cut

Test von Marc Schley
Unser Fazit:

Wasteland 2 Directors Cut ist ein hervorragendes RPG, wenn man mit den Genre-Klassikern vertraut ist und diese auch liebt. Die Entwickler haben konsequent den Charme eines Retrospiels erfüllen können. Leider reicht es für heutige Standards nicht mehr aus um den allgemeinen Markt zu erreichen, weshalb es auch nicht für jedermann geeignet ist. Es ist halt nur ein Nischen-Titel.

Ein sehr hoher Schwierigkeitsgrad und kein Tutorial sorgen schnell für Frustration. Zudem schreckt das unübersichtliche Menü mit der kleinen Schrift jeden letzten Neugierigen ab. Im Grunde schade, denn nur wenige Rollenspiele können mit so viel Komplexität und Langzeitmotivation dienen, sofern man alles einmal verstanden hat.

Wer also das erste Wasteland oder die ersten beiden Fallout-Titel gespielt und geliebt hat, der darf hier ohne zu zögern zugreifen. Jedem Anderen raten wir die 40 Euro in einen anderen Titel zu investieren.

Pro und Contra

+ sehr komplexe Charaktererstellung
+ taktische Kämpfe
+ herausforderndes Gameplay durch Ressourcenknappheit
+ Retro-Feeling
+ spürbare Auswirkungen eigener Entscheidungen
+ lange und unterhaltsame Geschichte

- kein Tutorial
- Grafik und Sound altbacken
- sehr schwer für Einsteiger
- Viele Fehler in deutschen Texten
- Sprachausgabe zu selten


Wertung
 ProzentPunkteNote
Gameplay75 %7.5/103
Spielumfang80 %8/102.5
grafische Umsetzung72 %7/103.5
Sound71 %7/103.5

Spielspaß75 %7.5/103


Triple-Wertungssystem:
Unsere Redakteure vergeben für die verschiedenen Kategorien einzelne Wertungspunkte. Der Gesamteindruck steht nicht für die Summe aller Einzelwertungen sondern repräsentiert den Spielspaß, den unsere Redaktion mit diesen Titel verbindet. Um die Wertung verständlicher zu gestalten, bieten wir exklusiv das Triple-Wertungssystem an, das die klassische 100%-Wertung, eine 10-Punkt-Wertung sowie das Schulnotensystem beinhaltet.
02.11.2015 : Marc Schley