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BlackSite – bei dem Namen des Nachfolgers von Midways erfolgreichem 'Area 51', das seinerzeit auf Xbox und PC begeistern konnte, müsste jeder Fan von Shootern, Aliens und Science-Fiction aufhorchen. Bereits Ende November gelangte 'BlackSite' in die Regale der Händler eures Vertrauens. In einem unserer ersten Tests im neuen Jahr könnt ihr nun in nachlesen, ob 'Midway' bei seinem neusten Sprößling hält, was im Vorfeld versprochen wurde.
BlackSite Tagebuch - Kapitel 1: Vorfreude und Überraschung
Disc eingelegt, jetzt geht es los. Endlich wieder ein Shooter mit spannender Story. Darauf habe ich mich schon so lange gefreut. Das Menü ist ja leider schon einmal etwas unleserlich geraten, aber dafür kann ich mir die Sprache bei 'BlackSite' aussuchen. Also kann ich das Spiel in der originalen Sprachfassung genießen. Aber Moment, es gibt keine Untertitel… Na ja, okay, ich tue mich bei englischen Akzenten und Umgangssprache etwas schwer, also nehme ich doch lieber die deutsche Synchronisation. David Duchovny (Fox Mulder) spricht ja dieses Mal leider nicht die Hauptperson, also was soll’s…
Nun gut, Einstellungen hinter mich gebracht, auf in den Kampf gegen die Fieslinge vom anderen Stern! Drei Schwierigkeitsgrade sind ja schon mal nicht schlecht. Nehme ich für den Anfang doch erstmal den normalen Schwierigkeitsgrad. Jetzt kann es aber losgehen…
… nach der Ladesequenz… also… jetzt? Nein… jetzt aber! Oh, doch nicht, nur wieder ein neuer Tipp, der während der Ladezeit eingeblendet wird. Und noch einer… Jetzt geht es aber endlich los! Wie sagt man doch so schön? Was lange währt, wird endlich gut… Also die Grafik sieht ja schon mal nicht schlecht aus, auch wenn ich bisher nur das Innere eines Lastwagens mit zwei weiteren Soldaten, und kein Alien, keine fliegende Untertasse und auch keine Area 51 sehe. Typisch für die Unreal 3 Engine, die ja aber mittlerweile bei Shootern auch schon fast als Standard abgetan werden kann. Jetzt gerät der LKW plötzlich unter Beschuss. Jawohl, gleich geht es raus, den Aliens an den Kragen! Jetzt öffnet einer meiner Mitstreiter die Heckklappe des LKWs und wir sehen die Are… äääh, den Irak…
BlackSite Tagebuch - Kapitel 2: Freud und Leid dicht bei einander
So, nun gut, jetzt habe ich mich durch den irakischen Dschungel und seine Basen voller gefährlicher, irakischer Soldaten mit noch gefährlicheren Waffen gekämpft, eine wilde Fahrt in einem Warthog-Verschnitt am Board-MG verbracht und habe zusammen mit meinen Mitstreitern ein außerirdisches Artefakt entdeckt, von dem einer dieser Tollpatsche doch tatsächlich die Finger nicht lassen konnte. Hat es einfach angefasst, obwohl er sich doch schon hätte denken können, was passiert… Einer dieser Typen, die für mich immer jede noch so simple Tür aufmachen müssen, weil ich dazu dank der Steuerung nicht in der Lage bin. Und nun ist auf der ganzen Welt die Hölle los… Aber okay, ich will nicht über ihn schimpfen, denn er hat doch genau das ausgelöst, was ich wollte! Eine Invasion mit einer Optik im ganz großen Stile! Und ich mit meinem kleinen, aber feinen Waffenarsenal mittendrin. Gebt mir bloß mein MG ohne alternativen Feuermodus, ich erledige die Kerle alle alleine. Völlig egal ob groß oder klein und ob mutiert oder geboren außerirdisch! Und die Boss-Gegner, die nach einigen Leveln meinen, irgendwas kaputt machen zu müssen, erst recht!
So macht das Ganze doch gleich viel mehr Spaß und die Verschwörungs-Story kommt auch langsam so richtig in Fahrt. Erinnert mich fast ein bisschen an die Begegnungen der dritten Art von Mulder und Scully. Und das auch, wenn die Bildrate häufiger mal einbricht, das Moral-System meines Teams vollkommen nutzlos ist und die Fahrten mit den benannten Warthog-Verschnitten, bei denen man selber Hand ans Steuer legen muss, mal rein gar keinen Spaß machen. Bei den Letzteren ist nämlich offensichtlich bei der Steuerung irgendwas tierisch in die Hose gegangen (also ich würde sagen bei der Belegung im Gegensatz zum Original die Sticks des 360-Controllers verwechselt?!). Noch dazu beschleicht mich gerade bei diesen Fahrten an manchen Stellen der Levels ein komisches Gefühl… Ich fühle mich zeitlich irgendwie zurückversetzt, aber was war das noch mal, das dieses Gefühl auslöst? Ach ja, die ewig gleichen Felsentexturen, die ich in manchen Abschnitten bemerkt habe. Wirklich ganz wie früher, als es noch nicht besser ging. Aber was soll’s, einfach aufs Gas treten und ab zum nächsten Grafikspektakel im folgenden Abschnitt… Die Story allein treibt mich vor Spannung schon so voran, dass das Fahrzeug gar nicht schnell genug fahren kann und ich will wissen, wie der nächste Boss-Gegner aussieht und wie spektakulär er diesmal wohl wieder ist… Die geheimnisumwobene Area 51 muss auch ganz in der Nähe sein, ich kann sie fast riechen… Und selbst die teilweise extrem langweiligen und unmotivierten deutschen Synchronstimmen, die mir unterwegs begegnet sind, werden mich nicht davon abhalten, sie zu finden.
BlackSite Tagebuch - Kapitel 3: Frohlocken und abschließende Ernüchterung
Endlich habe ich das Spiel hinter mich gebracht. Und es war Alles in Allem wirklich gut! Super Story, sehr gute Grafik, ordentliches Spielgefühl. Eigentlich alles, was ein Shooter-Herz begehrt. Nun will ich noch mal schnell schauen, was der Multiplayer so zu bieten hat… Nur noch schnell in die Übersicht mit den Spielmodi wechseln und dann kann’s abgehen… Aber Moment, was ist das denn? Wo ist die vielfältige Auswahl, die ich eigentlich erwartet habe? Hier gibt’s ja nur Standard-Modi… Ist ja langweilig… Und allzu viele Spieler lassen sich auch nicht einstellen. Da spiele ich online aber lieber einen der unzähligen Konkurrenztitel aus den letzten Wochen und Monaten, der da mehr zu bieten hat… Schade eigentlich…
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