Dark Souls II Test Xbox 360 - XboxFront.de
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Packshot: Dark Souls II
Dark Souls II
Bandai Namco
Xbox 360

AWARD - Gameplay AWARD - Umfang
       

Test: Dark Souls II


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Recycling oder Fanservice?
Boss-Kämpfe gibt es zahlreiche in Dark Souls II und sie sind alle wie gehabt anspruchsvoll, aber nie unfair und wer sich Zeit nimmt, findet früher oder später eine Lösung für fast alle Probleme. Das Artdesign der Bosse ist allerdings nicht immer so hervorragend, wie in den beiden Vorgängern – es gibt unzählige Bosse, die fantastisch aussehen und es einem kalt den Rücken herunterlaufen lassen. Andere wirken wiederum etwas uninspiriert, denn From Software hat hier und da durchaus etwas Recycling betrieben und alte Ideen aus Demon Souls und Dark Souls in neuem Gewand in das Spiel gepackt. Glücklicherweise macht das aber teilweise sogar Sinn, denn wer genau hinschaut, erkennt unweigerlich Verbindungen zu Lordran, der Spielwelt des ersten Dark Souls, weswegen das Recycling bis zu einem gewissen Grad zum Fanservice wird und die Lore des Spieleuniversums weiter bereichert. Obwohl insgesamt vieles beim Alten geblieben ist, haben die Entwickler zahlreiche Spielmechaniken für Dark Souls II grundlegend überarbeitet.

Die Kämpfe sind aber nach wie vor wuchtig und erfordern höchste Präzision und wer sich unvorsichtig durch die Spielwelt bewegt, segnet schneller als einem lieb ist das Zeitliche – vor allem deshalb, weil auch Standardgegner noch bedrohlicher als im Vorgänger sind. Die aus Teil eins bekannte „Menschlichkeit“ musste dem „Menschenabbild“ weichen – einem Item, welches jederzeit genutzt werden kann, aber nur rar in der Spielwelt verteilt ist und die Verwandlung vom Untoten zurück in die menschliche Gestalt ermöglicht. Wer hingegen als Untoter regelmäßig stirbt, verliert nach und nach immer mehr seiner Lebensenergie, bis nur noch der halbe Balken zur Verfügung steht. Was zunächst ein bisschen unfair klingt, spielt sich in der Praxis hervorragend und sorgt für zusätzliche Spannung, zumal die „Menschenabbilder“ sehr fair verteilt sind. Auch diesmal ist der „Estus Flakon“ der wichtigste Lebensenergiespender, allerdings startet das Spiel mit nur einem dieser wertvollen Tränke und es dauert sehr lange, bis der Spieler weitere Flakons erhält. Dafür finden sich aber überall „Lebenssteine“, die über einen längeren Zeitraum heilen und so zu einer wertvollen Ressource werden.



Wer es in den bisherigen Teilen gewohnt war bestimmte Gebiete immer und immer wieder nach Seelen und Gegenständen "abzu-farmen", muss seine Gewohnheiten nun etwas anpassen, denn hat man die meisten Gegner oft genug besiegt, tauchen diese nicht mehr auf. Wer jetzt allerdings „unfair“ schreit, sollte kurz innehalten, den From Software wäre nicht From Software, wenn sie sich nicht auch dabei etwas gedacht hätten: An Leuchtfeuern können nun bestimmte Gegenstände verbrannt werden, während das Verbrennen von „Menschenabbildern“ dafür sorgt, dass in dem jeweiligen Gebiet künftig nicht mehr so häufig Phantome eindringen, verstärken „Asketenfeuer“ die Gegner des Areals und lassen sie wieder erscheinen sofern sie bereits „abgefarmt“ worden sind – clever! Generell wirkt jedes Detail in Dark Souls II absolut durchdacht und auch das Balancing ist nahezu auf den Punkt genau perfekt. Außerdem sind die Spielmechaniken nun auch für Einsteiger deutlich nachvollziehbarer ohne dabei an Tiefe und Komplexität zu verlieren – im Gegenteil: Nun können sogar noch mehr unterschiedliche und sinnvolle Charakterkreationen erschaffen werden.

Wer also gern mit zwei Waffen oder eine Peitsche kämpfen möchte, kann das durchaus tun und wird bei geschickter Punktverteilung auch auf diese Art und Weise ordentlich austeilen können. Sollte man sich dennoch mal verskillt haben, schaffen Seelengefäße für Abhilfe. Diese ermöglichen es die Punkte neu zu verteilen. Auch hier scheinen die Entwickler aber immer das Balancing im Hinterkopf gehabt zu haben und so sind solche Gefäße eine absolute Rarität. Zwar haben wir wie im Vorgänger zahlreiche Eide im Spiel gefunden, die sich vor allem auf den Multiplayer auswirken, allerdings konnten wir bisher keine der Gilden wirklich testen. Denn während unserer ausgiebigen Testphase waren die Mehrspielerserver noch nicht aktiviert, weshalb wir bisher nur den Einzelspieler-Modus von Dark Souls II spielen konnten. Sobald die Server online sind, überprüfen wir natürlich auch diesen Teil des Spieles und aktualisieren den Test entsprechend.


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11.03.2014 : Theo Salzmann


Kommentare


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Kommentare (35)
codgamer
codgamer
Neue Gratis-Inhalte: Umfangreiches Dark Souls 2-Update erscheint im Februar
ich finde es super , ich spiele rollenspiele zwar nicht , aber warum gibt es nicht sowas mal wieder öfters , das man auch mal als gegenleistung das man sich spiele von entwickler kauft etwas kostenlos bekommt , genauso wie rockstar games es macht. Daran sollten sich mal mehr daran ein beispiel nehmen uns gamer auch mal was zurück zu geben und wenn es nur was kleines ist.

15.01.2015 | 13:07 Uhr

singing_fish
singing_fish
Hat es das verdient? Golden Joystick Awards krönen Dark Souls II als "Spiel des Jahres"
Welches sonst? DarkSouls I kam ja nicht dieses Jahr raus ;)

25.10.2014 | 14:00 Uhr

dunkelwelt
dunkelwelt
Unbedingt ansehen! Speedrunner schließt die Kampagne von Dark Souls 2 in 20 Minuten ab
Hatte ich schon gesehen, da ich den Kanal abonniert habe. Das Spiel ist technisch gesehen ziemlich im Ar... zuviele Glitches. Aber Hauptsache neue DLCs ankündigen....

05.06.2014 | 13:19 Uhr

Endless Enigma
Endless Enigma
So viele Exemplare von Dark Souls II wurden innerhalb der ersten drei Wochen ausgeliefert
Danke erstmal an Xboxfront für die Rückmeldung. Ich bin ja völlig überrascht. Passierte sonst nie. :O

Aber ich würde es jetzt nicht an Einzelnen fest machen, ob das Geschriebene verständlich ist oder nicht. Meiner Meinung nach bin ich grammatikalisch schon etwas versierter und habe mit Artikeln anderer Redaktionen auch kein Verständnisproblem.

Und @ Newton (ich schreibe dich mal so, weil ich Zahlen als Buchstaben affig finde, was du auch nicht persönlich nehmen solltest):
Ich brauche kein Google oder Wikipedia, um "Klugzuscheißen", wie du es so liebevoll nennst. Ich war in der Schule und weiss daher, wovon ich rede. Hätte es sich nur um Rechtschreibfehler gehandelt (woran ich mich mittlerweile bei Xboxfront gewöhnt habe) und nicht um inhaltlich nicht eindeutige Angaben, was eigentlich der Sinn eines solchen Artikels sein sollte, hätte ich mich auch gar nicht aufgeregt.

Für dich mag es kostenlos sein, aber es gibt doch dennoch Leute, die dafür bezahlt werden und genau da ist der Knackpunkt.
Wenn ich etwas für die Allgemeinheit schreibe, muss es auch für diese gedacht sein. Schließlich unterscheiden wir uns alle. Das sollte mittlerweile seit knapp 70 Jahrzehnten bekannt sein.

Danke und Gruß

10.05.2014 | 10:57 Uhr


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