Homefront Test Xbox 360 - XboxFront.de
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Packshot: Homefront
Homefront
THQ
Xbox 360

       

Test: Homefront


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Fleißige XboxFRONT-Leser werden es sicherlich mitbekommen haben: Ende letzten Jahres änderte THQ seine Marktstrategie, radikal! „Schluss mit den Kinderspielen“ lautet die neue Devise, Spongebob, Barbie und Avatar haben ausgedient. In Zukunft sollen hauseigene Marken wie Red Faction und Saint’s Row das Firmenbild des Publishers prägen, dünnblütige Kinoversoftungen der Vergangenheit angehören.

Den Anfang in der Reihe der Spiele, die THQ in Zukunft zu neuem Image verhelfen und an Erfolge vergangener Tage anknüpfen lassen sollen, macht der EgoShooter Homefront. Dieser ist seit heute im deutschen Handel erhältlich und bereits vor einigen Tagen in unserem Testlabor eingetrudelt. Warum wir denken, dass Homefront die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet und wie eine kaltblütige Aneinanderreihung gnadenloser Grausamkeiten wirkt, verrät unser Test.



Ding-Dong! Wichtige Durchsage an den kleinen Timmie: Deine Eltern warten am nächsten Massengrab!
Zugegeben, an emotionalen Kontroversen mangelt es Homefront wahrlich nicht. Das ist aber auch kein Wunder, wenn die ersten fünf Spielminuten zu 50 Prozent aus der Darstellung öffentlicher Hinrichtungen unschuldiger Zivilisten bestehen. Aber der Reihe nach:

Die Singleplayer-Kampagne von Homefront spielt im Jahr 2027. Eine jahrelange Energiekrise hat der Erde und ihren Wirtschaftssystemen merkbar zugesetzt. Die Vereinigten Staaten haben ihre Stellung als Weltmacht verloren und sind Opfer eines nordkoreanischen Angriffs geworden. Strom- und Datennetzwerke wurden durch eine elektromagnetische Pulswaffe (EMP) außer Gefecht gesetzt, Infrastruktur und militärische Streitkräfte sind zerstört. Es ist allein ein kleiner ziviler Widerstand, der sich der unaufhaltsam scheinenden Invasion entgegen zu stellen versucht und sich erbitterte Straßenschlachten mit der nordkoreanischen Armee liefert. Der Spieler schlüpft natürlich in die Rolle eines Aufständischen und versucht das Schicksal Nordamerikas noch zum Guten zu wenden.

Nun lässt das klischeebehaftete Szenario, das dem aktuellen, realen Feindbild der USA von der bedrohlichen Atommacht Nordkorea verdächtig stark ähnelt, zweifellos keine Zeit für harmonische Kaffeekränzchen im idyllischen Hinterhof einer amerikanischen Vorstadtsiedlung. Das müsste es auch gar nicht, schließlich sind wir nicht zartbesaitet. Allerdings fragen wir uns doch eindringlich, mit welcher Rechtfertigung die Kaos Studios – das verantwortliche Entwicklerstudio – den Spieler „quasi im Vorbeifahren“ mit der Exekution eines Elternpaares im Beisein des Sohnes im Kindergartenalter konfrontieren. Welche Emotionen dabei hervorgerufen werden sollen, sich inmitten eines Massengrabes unter den verwesenden Leibern hunderter Leichen vor feindlichen Truppen zu verstecken, ist uns ebenfalls schleierhaft und des „Guten“ zu viel. Makaber wird das Ganze, wenn zwei Häuserblocks weiter „White Castle“ und „Hooters“ ihre Schleichwerbung platzieren.

Letztendlich muss der mündige Spieler natürlich für sich selbst entscheiden, in wie fern Gewaltdarstellungen solcher und ähnlicher Art für ihn persönlich mit einem spielspaßfördernden Mehrwehrt verbunden sind. Unser subjektives Empfinden läutete während des gesamten Spielverlaufs jedoch mehrfach seine Alarmglocken, wenn die Grenzen des guten Geschmacks mal wieder überschritten wurden. In jedem Fall sind Inszenierung und die Darstellung von Brutalität mit weitem Abstand die bedeutendste Variable, die Homefront ins Rennen schickt, um sich von der harten Genrekonkurrenz abzuheben. Spielerisch kommt der Titel nämlich nicht über die Qualität eines 08/15-Shooters hinaus. Doch dazu mehr auf der nächsten Seite.


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15.03.2011 : Michael Keultjes


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Kommentare (51)
JamesBond2015
JamesBond2015
Homefront
Über das Spiel hab ich leider immer nur negatives gelesen und von den Games von THQ bin ich auch meist entäuscht, wobei einige mich auch schon des öfteren überrascht haben. Gerade so erging es mir bei Homefront, was ich mir neulich bei Ama für 3,01 € gekauft hatte. Ein Preis womit man nix falsch machen kann. :-) Die ca 7 Missionen hatte ich im schwierigsten Schwierigkeit durch gespielt, was man zum Glück auch merkte. puh. :-) Die Atmosphäre empfand ich richtig gut, auch wenn die Story nach Mission 5 leider etwas daher winkt. Die Missionen sind leider auch recht wenig. Da die Geschichte noch nicht beendet war. Aber es soll ja ein zweiter Teil kommen. Dafür empfand ich die Story etwas besser wie bei den meisten COD spielen - die ich nach dem zocken recht schnell vergesse oder meist nie weiß worum es da überhaupt geht. Über die Story des Spiels kann man sich streiten. Natürlich ist setzt es für ein 2010 erschiendes Spiel keine Maßstäbe, aber ich fand die Grafik für Homefront recht gut. Genauso die Action z.B. mit dem coliath oder das verlassen der brennenden Kirche. Was mich,wieder rein von der Action sicht an COD erinnerte. gut empfand ich auch, das es neben dem ballern auch eine Schleichmission mit dem Scharfschützen gewehr gibt oder auch Fahrzeug Missionen. Wobei ich das steuern des Helis mühsam empfand. :/ Der Soundtrack gefiel mir auch recht gut - klang wie zu einem Film. Sowas mag ich. :-) Nur leider kann ich den Multiplayer nicht antesten. Da die Server anscheinend deaktiviert sind. Schade drum.

20.10.2013 | 10:27 Uhr

FrontPrayer
FrontPrayer
Homefront
Ergänzend: Das Spiel zieht ab der Hälfte an Atmosphäre dermassen an, dass dem Game eine Chance gegeben gehört. Mega Stimmung und eine Musikuntermalung wie im Film ;) Kaufen ;)

27.02.2013 | 17:52 Uhr

FrontPrayer
FrontPrayer
Homefront
Games die ich nicht zum Release kaufe, aber irgendwie interessant für mich sind, landen auf meiner Watchlist. Irgendwann, wenn es die Spiele dann unter € 20,00 gibt, lege ich mir diese zu. So wie auch bei Homefront. Der Test auf XboxFront beschreibt alle Fakten und gerade die sind es, die ich in dem Spiel als durchaus gelungen finde. Gerade die erheblich starke Gewaltdarstellung, wie in der Szene mit der Exekution der Eltern und dem schreienden Kind oder die Szenerie im Massengrab, schockt. Auch die gescripteten Ereignisse finde ich schon sehr hart: Beispiel: (Brandbombe und umherirrende, schreiende, brennende Menschen). Homefront schockt, außer Frage, aber zum einmaligen durchspielen für jeden 3D Shooter Fan eine Erfahrung.

25.02.2013 | 09:49 Uhr

caci
caci
DLC "Ausverkauf" und Mehrspieler-Demo erhältlich
habe gerade die demo gespielt,und muss sagen das mir der multiplayer sehr gut gefällt.

08.06.2011 | 15:30 Uhr

OniDestiny
OniDestiny
THQ äußert sich zu schlechten Wertungen
Die Aussage ist zwar dumm, aber dennoch finde ich, dass es über 75% sein sollte. Die Grafik ist zwar nicht die beste, aber sie passt zum Game. Die Spielzeit ist zwar kurz, aber ist es bei Call of Duty nicht genauso? Doch ist sie und da meckert keiner.

13.04.2011 | 19:27 Uhr


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