Test: Dragon Age: Origins

Ringparabel
Die Kämpfe laufen allesamt in Echtzeit ab. Wenn ihr auf Feinde trefft, gilt es sein Schwert zu zücken, verschiedene Zauber auf die Schurken loszulassen und natürlich gelegentlich einen Heiltrank einzuwerfen. Wem die teils chaotischen Kämpfe zu hektisch sind, der sollte den Trubel kurz pausieren. Per Druck auf den rechten Tricker wird das Geschehen gestoppt und ihr könnt nun in Ruhe eure nächsten Schritte auswählen. Leider verfügen die Konsolen-Versionen im Gegensatz zur PC-Variante nicht über eine „Von Oben-Ansicht“. Der Überblick geht zwar nur in den wenigsten Fällen verloren, jedoch hätten wir uns besonders bei den Kämpfen eine alternative Ansicht gewünscht. Dass man die Schultertaste dauernd drücken muss, finden wir auch etwas unhandlich. An diese kleinen Unzulänglichkeiten gewöhnt man sich aber sehr schnell.

Gewöhnen sollte man sich auch an den teils fordernden Schwierigkeitsgrad. Auf dem mittleren kann man im Laufe des Spiels nur mit der richtigen Taktik und vielen Unterbrechungen gegen die teils clever agierenden Kontrahenten und Endgegner bestehen. Nur wer die verschiedenen Fähigkeiten der Mitglieder klug einsetzt, hat eine Chance.

Die Mitglieder eurer Party sind keineswegs blasse 08/15-Kumpane, die euch lediglich im Kampf unterstützen, sondern komplexe Zeitgenossen mit eigener Hintergrundgeschichte, Vorlieben und Ansichten. Jeder der Helden hat seinen eigenen Kopf und oft konfrontieren sie euch mit Forderungen oder drängen euch in eine bestimmte Richtung. Da ihr sehr verschiedene Typen aufnehmt, kommt es oft zu Spannungen, die sogar dann auftreten, wenn ihr gerade kein Quest absolviert. Da wird gestritten und geflucht, gelobt und „rumgezickt“. Solche kleine Details sorgen für eine dichte Stimmung, die natürlich bei den eigentlichen Dialogen voll zur Geltung kommt.

23.11.2009 : Stefan Grund