Test: Diablo III

Offline-Koop mit Tücken
Ein großer Pluspunkt gegenüber der PC-Fassung des Spieles ist der Offline-Koop. Mit bis zu vier Spielern könnt ihr gemeinsam an einer Konsole in die Schlacht ziehen. Es ist aber auch möglich Online- und Offline-Koop zu mischen. Während sich Offline-Spieler aber die Beute teilen müssen, bekommen Spieler am anderen Ende der Leitung ihr eigenes Loot zugeteilt. Dadurch wird verhindert, dass fremde Spieler euch Gegenstände vor der Nase wegschnappen können, wie es etwa in Borderlands 2 der Fall ist. Auch wenn der Offline-Koop sehr viel Spaß macht, musste Blizzard leider einige Kompromisse eingehen, welche die Freude über den Modus ein wenig trüben. So werden etwa bei Beitritt eines neuen Spielers im Offline-Koop die sonst sehr hübsch anzusehenden Spezialeffekte heruntergerechnet. Dabei bleiben sie zwar immer noch ansehnlich, machen aber optisch nicht mehr ganz so viel her.



Außerdem kann sich immer nur ein Spieler gleichzeitig in einem der vielen Menüs befinden, wodurch die Mitspieler immer wieder zu einer Auszeit verdammt werden. Immerhin sorgt eine Quickfunktion, mittels derer schnell durch neue Gegenstände gescrollt werden kann, aber dafür, dass nicht immer der Weg ins Menü notwendig ist. Des Weiteren müssen Spieler an einer Konsole immer zwingend auf demselben Bildschirm bleiben. Bewegt ein Spieler seine Figur zu weit weg, so wird einer der beiden Spieler automatisch zum anderen teleportiert. Das kann vor allem in den hektischen Kämpfen nervig sein. Gut gefallen hat uns hingegen, dass die Figur eines inaktiven Spielers automatisch den anderen Spielern hinterherläuft, auch wenn man dann lieber auf einen Kampf verzichten sollte, denn sonst segnet der Spieler schnell ungewollt das Zeitliche.

Ein bisschen Schade finden wir auch, dass es im Offline-Koop nicht möglich ist miteinander Handel zu treiben. Couch Spieler können lediglich Gold verschenken, Gegenstände müssen aber auf den Boden geworfen werden. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn fremde Online-Spieler mitspielen, da diese die Gegenstände ebenfalls aufheben können und Transaktionen so immer mit einem Risiko verbunden sind. Immerhin kann aber mit Online-Mitspielern mittels eines adäquaten Menüs Handel getrieben werden. Trotzdem fragen wir uns, warum Blizzard hier keine Möglichkeit gefunden hat, das entsprechende Menü auch in den Offline-Modus zu integrieren.

06.09.2013 : Theo Salzmann