Test: Forgotten Realms: Demon Stone

Gute Präsentation
Demon Stone wirkt optisch auf den ersten Blick sehr wie eine Herr der Ringe–Kopie: Das düstere Fantasy-Szenario, die Monster, die Landschaften und sogar einige Charaktere könnten ohne weiteres aus der bekannten Kinofilm-Trilogie stammen. Schaut man sich beispielsweise den Kämpfer Rannek mit seinen im Wind wehenden Haaren an, erinnert sich der eine oder andere sicher an irgendwelche Herr der Ringe–Helden.

Dennoch: Besonders die Animationen und Charakterdarstellungen von Demon Stone, also auch die nicht spielbaren Charaktere und die Orks oder Trolle, wurden sehr gut gestaltet und zeugen von der Kompetenz der Entwickler. Genauso hinterlassen die Landschaften einen durchweg positiven Eindruck – Abwechslung und stimmungsvolle Details sind hier an der Tagesordnung. Zwar mag Demon Stone mit der grafischen Opulenz aktueller Titel nicht ganz mithalten können, doch insgesamt wurde mehr als solide Arbeit geleistet und es kommt nicht das Gefühl auf, dass die Hardware unterfordert sei.

Das Spielgeschehen ist stets flüssig, facettenreich und die Zauber und Explosionen zeitgemäß. Die Kameraperspektive, die nicht nach eigenen Vorstellungen angepasst werden kann, mag Geschmacksache sein – sie bietet allerdings den großen Vorteil, dass man fast immer den Überblick über das Geschehen behält. Nur ein, zwei Mal kam es vor, dass die Kamera nicht ganz optimal platziert und das Spielgeschehen somit zu weit weg für das Auge des Spielers war.

03.04.2005 : Xboxfront