Test: Ninja Gaiden 3: Razor's Edge

Leider vieles beim alten
Während also beim Gameplay und dem Karma-System wichtige und auch positive Änderungen vorgenommen wurden, bleibt leider auch vieles aus Ninja Gaiden 3 unangetastet – und damit schlecht. Da wäre nicht nur die aus den Fingern gesaugte Story, sondern auch die träge Kameraführung, die oft Gegner aus eurem Sichtfeld nimmt. Auch am einfallslosen Level-Design wurde praktisch nichts geändert. So etwas wie AHA-Momente gibt es auch in Razor's Edge so gut wie gar nicht.

Die Checkpoints sind zwar in einem jeweils annehmbaren Abstand gesetzt, trotzdem nerven die immer wieder aufkommenden Trial-and-Error-Momente und reißen euch aus eurem Flow, der nach einiger Spielzeit aufkommt. Unverständlich ist auch, warum die Grafik des Spiels in keinster Weise aufgehübscht worden ist. Wie beim Level-Design erscheint auch bei Animationen und Texturen alles lediglich nur seinen Zweck erfüllen zu müssen. Ambitionen scheint man bei den Entwicklern in der Hinsicht keine gehabt zu haben.



Dass in Razor's Edge auch alte Bekannte wie Kasumi, Ayane und Momiji spielbar sind und glatte 25 Bonus-Missionen, sowie ein kompetitiver Multiplayer-Modus implementiert wurden, ist zwar nett, aber leider auch nicht mehr. Vor allem, weil viele der Schwächen in der Kampagne bleiben und der Mehrspieler-Modus nach einigen Durchgängen schnell langweilig werden dürfte. Nach mehreren Stunden Test-Durchgang und gefühlten 3 Trillionen Tastenanschlägen möchte ich übrigens zu guter Letzt noch eine (mehr oder weniger ernst gemeinte) Warnung aussprechen: KRAMPFGEFAAAAAHR!

25.04.2013 : Peter Lebrun