Test: Assassin's Creed 4: Black Flag

Test von Peter Lebrun
Unser Fazit:

Die Entwickler haben mit dem kräftigen Ausbau der Seefahrt auf das richtige Pferd gesetzt. Der meist fließende Übergang zwischen Schiff und Land bzw. Schiff und Schiff bringt genau die Freiheit in das Geschehen, die ich mir in einem Piraten-Spiel wünsche. So muss doch dazu gesagt werden, dass Assassin's Creed 4 nicht die perfekte Freibeuter-Simulation ist. Warum hast du dich nicht von der AC-Saga gelöst und ein reines Piratenspiel gemacht, Ubisoft? Nun, Es wartet mit teils tollen Set-Pieces auf, die aber vor allem in der ersten Hälfte der Story zu rar gestreut sind. Die Präsentation weiß vor allem mit pittoresken Städten wie Havanna oder Kingston, den traumhaften Stränden und den imposanten Stürmen zu gefallen. Leider wiederholen sich an Land Missionen und somit Gameplay-Elemente die einer Überholung bedürfen zu oft. Die überall auf der Karte markierten „Geheimnisse“ und Nebenaufträge verhageln den Forscherdrang, der doch eigentlich zu einem Piraten gehören sollte, wie der Rum in der Flasche in die Kehle des Seemannes. Zudem muss für einen flüssigen Fortschritt in der Geschichte – je nach Spielart - gegrindet werden. Doch all die Kritik ändert nichts daran, dass Black Flag tolle geradlinige Unterhaltung ist, die nicht nur Humor sondern auch einen simplen, aber interessanten philosophischen und vor Anspielungen strotzenden Überbau bietet.

Pro und Contra

+ Piratenlieder!!!!!
+ Toll inszenierte Seegefechte
+ Ein Meer wie es sein soll – Strände, Wellen, Unterwasserwelt
+ Einnehmende Synchronisation durch deutsche Sprecher (Sprache wählbar)
+ Hilariöse Anspielungen und Querverweise bei Abstergo Entertainment
+ im Vergleich zur Xbox 360-Version schärfere Texturen
+ Verdammt viel kurzweiliges zu tun....

- ….kann aber mitunter eintönig werden....
- ….genau wie die Story-Missionen (Verfolgungs-Missionen!!!)
- Nach wie vor teils unpräzise Steuerung (Hängen bleiben, falsch klettern, usw.)
- Grinden um Story flüssig weiterspielen zu können nicht jedermanns Sache
- Nahezu alles auf dem Silbertablett serviert, kein Forscherdrang nötig
- Story braucht lange um auf Kurs und in Fahrt zu kommen


Wertung
 ProzentPunkteNote
Gameplay85 %8.5/102
Spielumfang92 %9/101.5
grafische Umsetzung90 %9/101.5
Sound93 %9.5/101.5
Multiplayer79 %8/103

Spielspaß84 %8.5/102.5

AWARD - Umfang AWARD - Grafik AWARD - Sound

Triple-Wertungssystem:
Unsere Redakteure vergeben für die verschiedenen Kategorien einzelne Wertungspunkte. Der Gesamteindruck steht nicht für die Summe aller Einzelwertungen sondern repräsentiert den Spielspaß, den unsere Redaktion mit diesen Titel verbindet. Um die Wertung verständlicher zu gestalten, bieten wir exklusiv das Triple-Wertungssystem an, das die klassische 100%-Wertung, eine 10-Punkt-Wertung sowie das Schulnotensystem beinhaltet.
02.12.2013 : Peter Lebrun