Test: Juiced 2: Hot Import Nights

DNA
Was verändert man an einem Spiel um es von den restlichen Rennspielen abzuheben. Dies müssen sich wohl auch die Entwickler gefragt haben. Sicherlich gehört eine gute Grafik, eine starke Präsentation und ein fetter Sound genauso dazu, wie ein abwechslungsreiches Gameplay. Poplige Wettbewerbe, in denen man einfach nur Rennen fährt oder in einem „Elimination-Rennen“ ums Überleben kämpft, gehören hier nicht zur Tagesordnung. Zwar gehören diese Renntypen genau so zum Spiel wie die Driftevents, allerdings wurden sie mit diversen Zusätzen verfeinert. So bekommt man vor jedem Rennen ein paar Ziele vorgegeben, wie beispielsweise eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, einen mindestens x Meter langen Sprung hinzulegen oder in einem Rundenrennen mindestens Dritter werden. Natürlich steigert sich der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Spiels immer mehr und die Aufgaben werden immer anspruchsvoller. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass man vor jedem Rennen gegen einen anderen Fahrer eine Wette platzieren kann und so zusätzlich seine Taschen füllt.

Auch die bereits angesprochenen Driftevents gehören mittlerweile zu den Tuning-Games wie das Salz in der Suppe. Das Driften lässt sich dank der sehr guten und präzisen Steuerung nach nur kurzer Eingewöhnungsphase erlernen und regelrecht zelebrieren. Selten gab es ein Rennspiel bei dem man seinen Boliden so präzise und direkt über die Piste steuert. Wie gesagt schon nach kurzer Zeit driftet man fast vom Anfang bis zum Ende mit nur einem Drift über die Strecke ohne die Leitplanke zu berühren. Die Streckenarchitektur ist dabei teilweise derart verzwickt, dass einem dennoch alles abverlangt wird. Ebenfalls steigern sich auch die gegnerischen Fahrer im weiteren Verlauf. Dies liegt an der so genannten „Fahrer-DNA“. Es handelt sich hier um eine KI, welche das eigene Fahrverhalten auswertet und speichert. Dies macht sich die KI natürlich zu Nutze um euch das Leben ein bisschen schwerer zu machen.

Eigentlich ist das nichts Neues, doch was die Entwickler daraus machen ist ein absolutes „Daumen hoch“ wert. So ist es möglich sich die DNA eines Freundes oder eines Top Fahrers herunterzuladen und gegen einen computergesteuerten Fahrer anzutreten, der mit dieser Fahrer-DNA gefüttert wurde. Welche Top-Fahrer dies allerdings sein sollen haben wir nicht in Erfahrung bringen können.

17.10.2007 : Christoph Lehmann