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Special - SPECIAL: Ist Dark Souls 2 zu einfach?
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Was das Spiel beinahe “ruiniert“

Bevor ich meine scheinbare Hasstirade im Fazit noch einmal auf möglichst faire Weise relativiere muss ich noch auf die beiden vielleicht größten Kritikpunkte während meiner Reise sprechen: Das sofortige Teleportieren und die Verwendung von „Menschlichen Abbildern“. Es will und will mir nicht in den Kopf, warum ich mich von Anfang an quer durch die Welt teleportieren kann. Als ich bei Dark Souls, nach einem der härtesten Boss-Fights des gesamten Spiels, das Item bekam um mich teleportieren zu können war ich bereits durch die Hölle gegangen. Und genau das war doch die Idee dahinter! Ich musste unglaublich schwere Abschnitte immer und immer wieder überwinden, wenn ich manche Gebiete noch einmal aufsuchen wollte. Ganz zu schweigen von Demon’s Souls bei dem man einen ganzen Level erneut spielen musste, um spezielle Abschnitte wieder zu erkunden. Es nahm mir diesen Kitzel, zu wissen, dass ich gefahrlos und ohne Überwindung eines Hindernisses sofort überall hinkomme.

Und bevor ich mich endgültig in einen Troll verwandle noch die Sache mit den „Human Effigys“, das Pendant zur Menschlichkeit aus dem Vorgänger. Warum finde ich so viele von denen und wieso kann ich sie jederzeit verwenden? Ein letztes Mal ein Blick in die Vergangenheit. Ich bin in Dark Souls bereits unzählige Male auf dem Weg zu einem Boss gestorben. Alleine schaffe ich ihn niemals, ein Helfer muss her! Ich weiß aber auch, dass meine Anzahl an Menschlichkeit, die ich verwenden muss um ihn zu beschwören, sehr begrenzt ist und der Weg zum Boss nur noch schwieriger wird, da ich dann auch von einem feindlichen Spieler überfallen werden kann. Ich stecke permanent in einer Zwickmühle.

In Dark Souls 2 ist es dagegen vollkommen egal! Ich kann meine „Menschlichen Gefäße“ immer und zu jederzeit verwenden, muss also nichts riskieren. Ich gehe einfach als Hülle los, sterbe ich unterwegs habe ich nichts verloren. Komme ich durch, verwende ich mich vor dem Boss-Nebel das Gefäß und erwarte dort die mir zur Seite stehenden Spieler. Sicher kann man jetzt sagen: „Zwingt dich doch keiner als Hülle loszugehen, du kannst es ja auch direkt am Anfang verwenden und es dadurch spannender machen.“ Aber soll das der neue Weg von Dark Souls sein? Muss ich wirklich Gebrauch von Tränken die meine Gegner stärken, (gibt es tatsächlich im Spiel) und künstlich geschaffene Umwege machen, um dasselbe Gefühl wie damals zu erzeugen? Musste ich zuvor doch auch nicht! Wie lang wird es brauchen bis es heißt: Willkommen bei Dark Souls 3. Willst du das Spiel im Hard-, Normal-, oder Ultraeasy-Mode spielen bei dem deine Gesundheit nicht auf null fallen kann? Puh, vielleicht wird es Zeit für ein Fazit…
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08.04.2014 : Michael Neichl