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Teenager und Horror passen sehr gut zusammen. Es gibt eine Menge Filme, bei denen eine Gruppe Heranwachsender Bekanntschaft mit Psychopathen und Monstern macht, wobei der Großteil der Gruppe so ein Zusammentreffen nicht überlebt. Dieses Thema greift auch Monster Madness auf. Vier Jugendliche werden von einem „Who-isWho“ der Monsterwelt bedrängt und müssen sich durch ihre verwüstete Vorstadt schlagen und dem Rätsel hinter dem Auftauchen der Monster nachgehen. Bewaffnet mit allem was in den Vorgärten so herumliegt, geht es in den Kampf gegen Zombies und Co. Nach mehreren Verschiebungen und Terminänderungen wurde Monster Madness nun endlich fertig gestellt und lehrt uns den Horror – Das bezieht sich leider nicht nur auf die Handlung, sondern auf das gesamte Spiel:
Desperate Teenagers
Es hätte so ein ruhiger Abend in der Vorstadt werden können. Die vier Jugendlichen Zack, ein richtiger Nerd und Comicfan, Carrie, ein pubertierendes Gothic-Chic, Andy, ein etwas dämlicher Skater, und Jennifer, eine oberflächliche Cheerleaderin, treffen sich zufällig in Zacks Haus als es klopft und ungebetene Gäste vor der Tür stehen – Zombies. Als einer der vier Helden nehmt ihr es mit den Störenfrieden auf und jagt sie in fünf Kapiteln in die Hölle zurück. Auf eurer Reise gelangt ihr an verschiedene Orte wie ein Einkaufszentrum oder den Friedhof und müsst eigentlich immer das gleiche machen – Monster killen. Das Spielprinzip ist also nicht neu und sollte zu keinen Irritationen führen, jedoch liegt hier eine der größten Schwächen des Spiels - Die Spielbarkeit.
Steuerung des Grauens
Euren Helden steuert ihr in der Von-Oben-Ansicht durch die sehr linearen Levels. Mit dem linken Stick gebt ihr die Richtung vor und mit dem rechten die Richtung eurer Angriffe. Leider ist die Steuerung so schwammig umgesetzt, dass der Kampf gegen Monster teils in richtigen Stress ausartet. Zunächst fühlt es sich so an, als ob euer Schützling auf Seife läuft – Die Bewegungen sind viel zu schnell und ungenau. Dieses Problem macht die Kämpfe sehr anstrengend. Wenn Horden von Monstern auf einen zu stürmen und man wie wild durch das Level schlittert, fehlt einfach die genaue Kontrolle, um gezielte Angriffe zu starten. Um sich angemessen gegen die Untoten zur Wehr zu setzten, bemächtigt ihr euch den Gegenständen, die in jedem Level verteilt sind. Es gibt Nahkampfwaffen wie Baseballschlägern und Fernwaffen wie Paintballpistolen. Leider vermiest auch hier die ungenaue Steuerung den Spielspaß.
Oft schlägt man blind in die Menge und hofft einigermaßen heil aus dem Chaos zu entfliehen. Auch sehr nervig ist die Tatsache, dass nach jedem Schlag ein Rumbeleffekt bei eurem Gamepad ausgelöst wird. Da ihr einen wahren Massenmord an den Untoten begeht und geschätzte 1000 Schläge in der Minute los lässt, vibriert das Gamepad pausenlos und sorgt für eine ungewollte Handinnenflächen Massage – Am Besten sofort die Rumble Funktion im Menü ausschalten. Zusammenfassend ist die Steuerung ein ziemliches Fiasko, unter der der Spielspaß sehr leidet. Leider ist die Steuerung nicht die einzige Spaßbremse:
Monster in Massen
Das Ziel jeden Levels ist ganz einfach: Folgt dem Weg zum Levelende und plättet alles was euch vor den Schläger kommt. Die Auswahl an Gegnern ist dabei sehr groß. Egal ob Zombies, Werwölfe oder andere fieser Geschöpfe, so ziemlich jedes bekannte Monster ist mit dabei – Leider sind die Gegner so blöd wie hässlich. Sie stürmen meist blind auf euch los und man hat das Gefühl, dass sie endlich von ihren Qualen erlöst werden wollen. In einigen Abschnitten seid ihr mit einem fahrbaren Untersatz wie einem Buggy, einem Luftkissenboot oder sogar einem Ufo unterwegs. Leider ist auch hier die Steuerung so schlecht umgesetzt, dass das Fahren einfach keinen Spaß macht und man oft hängen bleibt.
Nach jedem Level tretet ihr noch gegen einen Boss-Gegner an, der euch richtig zusetzt. So müsst ihr euch vor den Umarmungen einer Zombie Oma schützen und gleichzeitig ihren Katzen ausweichen, die die Seniorin auf euch schmeißt. Diese teils witzigen Momente sind ein kleiner Pluspunkt des Spiels, jedoch sind solche Momente eher Mangelware.
In jedem Level findet ihr außerdem Larry mit seinem Wohnwagen. Zu ihm könnt ihr eure in den Arealen gefunden Gegenstände bringen, aus denen der Rocker neue Waffen baut oder er verbessert eine Waffe nach Wahl. Auch könnt ihr Larry ein Monsteramulett abkaufen, mit dem ihr euch in ein fast unbesiegbares Monster verwandelt. Diese Ideen hören sich alle sehr interessant an, jedoch scheitern sie letztendlich an der schlechten Steuerung und dem teils langweiligen Missionsdesign.
Unreal Engine 3?
Wo Unreal Engine 3 drauf steht, muss nicht immer High-End Grafik drin sein - Monster Madness jedenfalls macht ganz offensichtlich keinen Gebrauch von der leistungsstarken Engine. Der Comic-Stil ist ganz nett, aber auch nicht berauschend. Dem Spiel mangelt es einfach an Details und einige Levels sind so lieblos gestaltet, dass man sich fragt, warum die Entwickler aus der Lizenz nicht mehr gemacht haben. Auch der Sound ist nicht gelungen. Die Musikuntermalung passt nicht zum Spielgeschehen und die sich ständig wiederholenden Sprüche der Protagonisten können auf die Dauer richtig nerven. Einzig der Multiplayermodus mit einem Koop-Modus, Deathmatch und weiteren bekannten Modi sowie Ranglistenspielen sorgt für einigen Kurzweil – Für alle die, die über die spielerischen Mängel hinwegsehen können.
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