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Die Welt von Antaloor ist ein hartes Pflaster, geprägt durch einen Krieg zwischen Orks und Menschen. Als namenloser Söldner beginnt man ein Abenteuer, um die geliebte Zwillingsschwester Kira aus den Fängen eines mysteriösen Mannes zu retten. Ob der Titel hält was er versprochen hat oder eher im Mittelklassefeld der Spielewelt landet, erfahrt ihr in unserem Review.
Von Brüdern und Schwestern
Two Worlds bietet im Generieren eines Charakters leider nicht die größte Vielfalt, dennoch kann man bis auf ein paar Ausnahmen einiges einstellen. Fangen wir mit dem Körper des Helden an, dort kann entschieden werden, wie groß dieser sein soll oder welchen Brustumfang man wählen möchte. Etwas einfallslos kommt leider die Frisurenauswahl daher, dort wurde viel eingespart, ebenfalls schlecht erkennbar ist die Farbgebung der Harre. Sieht man über diese Kritikpunkte hinweg geht es nun weiter mit dem Gesicht, hier hat man schon weit mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Wie breit soll das Kinn sein, sollen die Augen weiter auseinander stehen, dies und noch weit mehr Möglichkeiten sind hier geboten. Hat man dann den für sich optimalen Helden entworfen folgt eine kleine Sequenz. Diese bietet optisch leider keinen Hochgenuss, und kann schnell zu einem anfangs ersten schlechten Eindruck führen. Während der Held des Abenteuers nach einem Unterschlupf für die Nacht sucht, ist die geliebte Zwillingsschwester entführt worden.
Daraufhin beginnt euer Abenteuer auch schon. Zu Beginn des Spiels wird man mehr oder weniger in ein kleines Tutorial geworfen, worin kurz und knapp die grundlegenden Funktionen der Steuerung erklärt werden. Hat man dieses erfolgreich beendet und den ersten Schritt in die neue Welt gemacht, wird der zunächst schlechte Eindruck unterstützt. Schaut man sich die Texturen der einzelnen Rüstungsgegenstände genau an, wird man schnell feststellen, dass diese nicht sehr detailliert sind. Nach den ersten Schritten in Antaloor, sollte das erste Gespräch und somit eine erste Quest folgen.
Die Welt der Abenteurer und Söldner
Das Leben eines Söldners ist nicht leicht und nur durch Arbeit lässt es sich leben. So kann unser Held viele Side-Quests annehmen um sich sein täglich‘ Brot zu verdienen. Natürlich kann man sich auch nur an die Hauptstory des Titels halten, dennoch ist es zu empfehlen sich einigen Nebenaufgaben zu widmen, da ihr so Erfahrungspunkte gewinnt und somit das eigene Level erhöht.
Spätestens nach dem ersten Kampf gegen einen oder zwei Wölfe dürfte man merken, dass die derzeitige Ausrüstung nicht die optimalste ist. Hat man etwas Gold aufgetrieben kann bei einem der vielen Händler neues Zubehör erstanden werden. Kauft man beispielsweise ein neues Schwert werden zuvor einige Anzeigen eingeblendet. Dort kann man sich vor dem Kauf informieren, ob man das Objekt der Begierde erstehen möchte oder doch eine andere Waffe in seine Ausrüstung aufnehmen will. Neu und sehr positiv ist die Tatsache das Gegenstände bzw. Rüstungen oder Waffen aufgewertet werden können. Hat man beispielsweise zwei gleiche Rüstungen, können diese miteinander kombiniert werden um daraus eine besonders starke Rüstung zu erschaffen. Dies spart nicht nur Platz sondern auch Gewicht. Da unser Held nur eine begrenzte Anzahl von Gegenständen mit sich führen kann.
Ebenfalls sehr positiv fällt das Alchimie-System auf, dort können die verschiedensten Kräuter oder andere Items zu einem Trank, einer Falle oder einem Powerup kombiniert werden, dieses unterscheidet sich sehr vom Genre-Kollegen Oblivion. Hat man ein Feuer-Powerup erschaffen kann dieses auf eine Waffe gelegt werden, um sie mit zusätzlichem magischem Schaden auszurüsten. Dabei hat man die Wahl ob es Blitz, Feuer oder andere elementarische Schäden sein sollen.
Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde
Diesen Spruch kann man leider nicht ganz mit dem Reitsystem in Two Worlds in Einklang bringen. Anfangs noch ziemlich leicht, stellt sich spätestens beim ersten Kampf hoch zu Ross raus, dass dieses leider noch sehr suboptimal ist. Reitet man schnell zum nächsten Ort und möchte kurzfristig abbiegen, sollte man einen größeren Wendekreis einberechnen, da sich das Stolze Ross doch ab und an wie ein sturer Esel verhält. Ebenso möchte das Pferd keine Steileren Abhänge hinunter reiten, dies war beispielsweise in Oblivion kein Problem. Hat man sich mit den Tücken des Reitens abgefunden, könnte es passieren, dass man mitten in eine Horde wütender Feinde gerät. Diese können oftmals aus dem Nichts auftauchen.
Nach genügend Sammeln von Erfahrungspunkten ist es dann endlich soweit, man hat den nächsten Level erreicht. Es warten 5 Statuspunkte und ein bis zwei Skillpunkte auf Verteilung. Die Statuspunkte dienen zum erhöhen von Stärke, Gesundheit, Geschicklichkeit und Willenskraft. Skillpunkte können auf erlernte Fähigkeiten vergeben werden um diese zu meistern. Nach Erreichen von Level zehn gilt eine Fähigkeit als gemeistert, ausgenommen sind hierbei Zauberklassen, diese werden noch in Kreise aufgeteilt. Dies macht das perfektionieren eines Zaubers sehr interessant. Die Zauberklassen werden hierbei in 5 Elemente aufgeteilt Feuer, Luft, Erde, Wasser und Nekromantie. Zaubersprüche findet man wiederum auf Karten. Hat man beispielsweise einen Feuerzauber gefunden, stellt man die Karte wie einen Ausrüstungsgegenstand in den dafür vorgesehen Slot. Hat man zusätzlich noch Boosterkarten, die den eigentlichen Zauber unterstützen, können diese als Verstärkung zum Hauptzauber platziert werden.
Aber was tun wenn man mit den verteilten Skillpunkten im weiteren Spielverlauf unzufrieden ist? Nun für diesen Fall hat das Spiel vorgesorgt. Bei so genannten Skill-Changers können alle erlangten Skillpunkte wieder neue verteilt werden.
Beam me up Scottie
Hat man nun begonnen die Hauptquest genauer zu verfolgen, bekommt man den Auftrag ein Artefakt zu suchen, dieses ist jedoch in fünf Teile zerbrochen worden und in ganz Antaloor verstreut. Nachdem nun die Suche beginnt, kommt ein weiterer positiver Punkt von Two Worlds ins Spiel. Die unglaubliche Größe der Map kann schon des Öfteren ziemlich erschrecken. Jedoch gibt es auch Abhilfe für Lauffaule, so gibt es an verschiedenen Punkten auf der Karte so genannte Teleporter.
Mit Hilfe dieser kann man sich zum Teleporter seiner Wahl beamen lassen. Aber was tun wenn man mitten auf einem Berg steht ohne Porter weit und breit? Dann hilft der mobile Teleporter den man durch erledigen eines Questes schnell bekommen kann. Mit seiner Hilfe ist es möglich von jedem Standpunkt aus zu einem der festen Porter zu reisen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die tragbare Variante des Porters am Ort des Teleportierens liegen bleiben wird.
Technisch eine Bombe?
Wer denkt, dass mit Two Worlds ein grafisch extrem aufwendiger Titel erscheint, muss leider etwas enttäuscht werden. Gesichter und die Texturen der Rüstungen aus der Nähe sehen leider ziemlich altbacken aus und bieten wenig Ansehnliches. Schaut man jedoch aus größerer Entfernung auf die Landschaft und auf die Rüstungen sehen diese um einiges besser aus. Ebenfalls sehr beachtlich ist die extreme Weitsicht des Titels. So ist es möglich von einem Berg aus bei gutem Wetter über Wälder und Seen zu schauen. Was wohl für die meisten Kritikpunkte sorgen wird, ist das viele und leider beständige Ruckeln des Spiels. Ob dies mit einem neuen Patch, der zurzeit schon in Entwicklung ist behoben werden kann, bleibt abzuwarten.
Positiv hingegen ist die Tatsache, dass es dynamisches Wetter gibt und nicht immer nur Sonnenschein herrscht. Natürlich gibt es auch einen Tag- und Nachtwechsel der ebenfalls einen schönen Anblick bieten kann. Jedoch sollte man des Nachts aufpassen, was den eigenen Weg kreuzt, denn zuvor erlegte Gegner kommen in Gestalt von Geistern wieder zurück. Diese Tiergeister können mit normalen Waffen nicht bekämpft werden, dazu braucht es schon einen Zauber oder eine Waffe die mit einem Element kombiniert wurde. Hat man diese zur Hand stellen die Untoten keine Bedrohung mehr dar. Was sehr für den Titel spricht, ist der Spaßfaktor, dieser fällt nicht wie beim Konkurrenten Oblivion nach einiger Zeit sondern steigt je länger man den Titel spielt. Somit ist auch für Langzeitmotivation gesorgt.
Wer gerne mit anderen Spielern ins Gefecht zieht, ist im Mehrspieler Modus via Xbox Live bestens aufgehoben. Neben Team Deathmatch warten noch die folgenden Modi auf euch: Team Assult, Team Munster Hunt, Team Horse Racing und Horse Stealing. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Spielvergnügen jedoch noch sehr getrübt, da der Online-Part noch sehr instabil ist und extrem ruckelt.
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