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Wenige Rennspiele waren so stilprägend wie Outrun aus dem Jahr 1986 von Sega. Dieser Spielhallen-Hit, in dem man mit einem roten Ferrari an Traumstränden vorbei von Checkpoint zu Checkpoint eilte, gehört zweifellos zu den unsterblichen Arcade-Klassikern. Ende 2003 kam Outrun 2 in die Spielhallen. Mittlerweile hat Sega eine 1:1 Umsetzung für die Xbox produziert.
Wie in den alten Zeiten.
Am Spielablauf hat sich im Großen und Ganzen nichts verändert. Weiterhin müsst ihr mit eurem Auto so schnell wie möglich durch fünf Checkpoints fahren. Eure Beifahrerin spornt euch dabei zu Höchstleistungen an. Da euer Auto wie auf Schienen fährt, kommt es schon öfters vor, dass man mit 300 km/h über den Kurs brettert.
Vor jedem Checkpoint kommt eine Gabelung, bei der ihr entscheiden müsst in welche Richtung ihr fahren wollt. Nehmt ihr die linke Abfahrt, so kommt ihr zu einer leichteren Strecke. Fahrt ihr jedoch die rechts, müsst ihr eine schwerere Strecke fahren. Insgesamt gibt es 15 verschiedene Strecken, die sich vor allem optisch unterscheiden. Mal fahrt ihr durch die Wüste, mal in der Stadt.
War es das schon?
Nachdem ihr fünf Kurse durchfahren seid, seht ihr eine von fünf Endsequenzen. Als geübter Spieler sieht man den Abspann leider sehr schnell. Allerdings gibt es 100 Bonus Missionen: Meistert ihr diese, schaltet ihr entweder Autos oder Musikstücke frei. Außerdem könnt ihr auch das Outrun-Original freispielen.
Die Missionen sind sehr abwechslungsreich. Mal müsst ihr lange in einer Spur fahren, oder so lange wie möglich driften. Je besser ihr seid, umso schneller füllt sich der Balken eurer Beifahrerin mit Herzen auf. Um eine Mission zu meistern, müsst ihr mindestens den Rang A schaffen.
Kein Splitscreen-Modus?
Auch an eine Mehrspieler-Variante hat Sega gedacht. Über Xbox Live oder mit System-Link könnt ihr mit anderen Leuten um die Wette fahren. Wer auf einer Konsole per Splitscreen spielen will, wird leider enttäuscht. Zwar können mehrere Spieler auf einer Konsole spielen, doch nur nacheinander.
Jeder Spieler muss bestimmte Aufgaben erfüllen. Diese werden jeweils zufällig ausgewählt und gleichen denen des Challenge-Modus oder Heart Attack-Modus. Die Herzen, die man dabei sammelt, werden anschließend in Punkte umgerechnet. Wer am Schluss die meisten Punkte hat, ist Sieger. Allerdings kommt bei mehreren Spielern schnell Langeweile auf, da immer nur eine Person spielt und der Rest zuschauen muss.
Technisch in Ordnung.
An die Steuerung hat man sich sofort gewöhnt, sie ist sehr gut an das Arcarde lastige Fahrverhalten angepasst. Schwierigkeitsgrade gibt es nur im Arcade-Modus, weswegen sich Anfänger im späteren Verlauf des Challenge-Modus die Zähne ausbeißen werden.
Grafisch liegt Outrun 2 im mittleren Bereich. Die Modelle der Autos sind schön designt und sehen den Originalen sehr ähnlich. Schadensmodelle gibt es nicht. Die Strecken sind - wie schon weiter oben gesagt - sehr abwechslungsreich. Die Echtzeit-Spiegelungen auf den Autos und die sehr schönen Wassereffekte lassen die Grafik noch schöner wirken. Zu Rucklern und Pop-Ups kommt es nicht, was einen flüssigen Spielablauf garantiert. Das Geschwindigkeitsgefühl ist gut, kommt aber lange nicht an Burnout 3 heran.
Der Sound mag zwar Retro Fans glücklich machen, doch für normale Spieler wird es mit der Zeit langweilig. Denn außer ein paar Variationen ist der Sound gleich geblieben. Für einen Arcarde-Racer ist die Lokalisierung samt deutscher Sprachausgabe erfreulich gut gelungen
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