Test: Fanatec ClubSport Pedals V2

Wer später bremst, fährt länger schnell
Gerade die Bremse war bislang der größte Vorteil, den die CSPs zu bieten hatten, denn der simulierte Bremsdruck und bislang nicht gekannte Möglichkeit der Dosierung legte den Bremspunkt innerhalb des Spiels mal eben 50-80 Meter weiter nach hinten. Auch hier haben sich die Techniker bei fanatec Gedanken gemacht und haben mittels An- aber auch Umbau ordentlich getunt. Am offensichtlichsten ist hier der neue verstellbare Öldruckdämpfer, der dem Pedal die typische Drucksituation einer echten hydraulischen Fahrzeugbremse verleiht. Zwar hätten wir uns einen noch etwas stärkeren Effekt gewünscht, dennoch sorgt die neue Trägheit des Bremspedals für zusätzliches Feingefühl ohne die Bremswirkung oder die so wichtige ABS-Vibration zu beeinflussen. Der veränderte Ansteuerungswinkel des auf den Drucksensor (Loadcell) wirkenden Bolzens tut sein Übriges dazu, um auch bei der Bremse eine kleine aber dennoch spürbare Verbesserung hervorzurufen.

Die Kupplung ist das Stiefkind der Hobbyracer und die Geheimwaffe der Profis. Nirgendwo lässt sich spürbarer Zeit gutmachen als beim Beschleunigen mit manueller Kupplung. fanatec-Fans kennen sicherlich die Videos des japanischen Youtubers Teki Ei-Ichi, der die Produkte der "Hardware-Edelmanufaktur“ nur allzu gern mit eigenen "Upgrades" ausstattet. Einer seiner beliebtesten Mods war die veränderte Kupplungs-Mechanik, die einen noch intensiveren und genaueren Druckpunkt lieferte. Anstatt solche Mods abzustrafen, nahm fanatec-CEO Thomas Jackermeier kurzerhand Kontakt zu diesem Tüftler auf und entwickelte gemeinsam mit ihm die neue Serien-Mechanik, die in den ClubSport Pedals V2 zum Einsatz kommt. Schneller wir man zwar trotz deutlich verkürztem Pedalweg nicht, das mechanische Feedback der Kupplung wirkt aber sehr realistisch und ermöglicht theoretisch sogar das Anfahren im 4. oder 5. Gang ohne Probleme.


23.07.2012 : Matthias Brems