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Die nötige Abwechslung?
Auch diesmal wird wieder auf ausgefallene Technik wert gelegt, schließlich lässt das Jahr 2025 dafür keine Wünsche offen: Große Hellfire-Drohnen hoch im Himmel, kleine Quadro-Copter-Drohnen für den Einsatz in urbanen Umgebungen, sogenannte CLAWs (Cognitive Land Assault Weapon) auf vier Beinen, Zielfernrohre und Visiere mit Röntgenblick – alles vorhanden und kontrollierbar. Doch einfach noch mehr „Bumm!“, „Kawoomm!“ und „Paff!“ dürfte selbst unter Zuhilfenahme von Mechs und Spezialgewehren viele Spieler enttäuschen.

Treyarch hat das anscheinend begriffen und will mit den „Strike Force“-Missionen eine Art Gamechanger implementieren. Dieser in die Kampagne eingebettete Missionstyp (kein eigenständiger Modus!) im Sandbox-Style soll dem Spieler die Entscheidungsfreiheit geben, die bislang für einen COD-Titel eher ungewöhnlich ist. Nicht nur, wird die Story auch bei einem Versagen weitergeführt, euch soll auch größtmögliche Freiheit bei der Ausführung der Mission gewährt werden. So ist es möglich jederzeit vom strategischen Overwatch-Modus (Schlachtfeld-Sicht) in eine beliebige der kämpfenden Einheiten – egal ob Mensch oder Drohne – zu wechseln. Vice versa versteht sich.

Dabei soll jedes „Strike Force“-Level einzigartig sein, nicht nur im Bezug auf die Umgebungen, vor allem die Missionstypen sollen sich nicht wiederholen. So wurde auf der E3 z.b. eine Mission in einer Hafen-Anlage in Singapur gezeigt, bei der es darum ging, mehrere Punkte auf der Karte zu sichern. Hier schien der Spieler aber recht wenig Kontrolle über seine Einheiten zu haben. Weder einfache Befehle, noch Taktiken waren im Overwatch-Modus zu erkennen. Hier war außer dem ständigen Wechsel zwischen den Einheiten kein erwähnenswerter strategischer Überbau zu sehen.

Man darf also mindestens gespannt, am besten aber kritisch angefixt sein, ob „Strike Force“ der erwartete Gamechanger wird. Interessant bleibt, dass jene Missionen nicht mit den Charakteren aus der Haupt-Story gespielt werden, die Geschichte (und ihren Ausgang) aber maßgeblich beeinflussen. Es dürfte sich also um relevante Nebenschauplätze handeln. Neben Singapur sind als weitere Brennpunkte Shanghai, Panama, Los Angeles, Peking, der Jemen, Hongkong, Angola (1986) und Afghanistan (1986) vorgesehen. Auch dieses Mal dürfte es wieder einige eiskalte Story-Twists geben, verantwortlich für die Handlung ist nämlich der Co-Autor von „The Dark Knight Rises“, David S. Goyer. Für den Soundtrack zeichnet sich Nine-Inch-Nails-Veteran und Oscar-Gewinner Trent Reznor verantwortlich. Zum (bestätigten) Zombie-Modus hüllt sich Treyarch leider weiterhin in Schweigen.


10.08.2012 : Peter Lebrun