| |

Ego-Shooter im Zweiten Weltkrieg – Wer braucht die eigentlich noch? Diese Frage ist durchaus berechtigt, erinnert man sich nur an die Fülle von Spielen, die in den letzten Jahren zu diesem Thema erschienen sind. Und haben wir nicht schon mit den Call of Dutys dieser Welt genug vom Krieg gegen die Nazis gesehen und erlebt? Wohl noch nicht, denn mit Medal of Honor Airborne geht es wieder an die Front.
Nun stellt sich die Frage, ob Medal of Honor Airborne so gut geworden ist, dass selbst Weltkriegsveteranen wieder zum Gamepad greifen, oder ob man getrost auf das Spiel verzichten kann. Die Antwort erfahrt ihr in unserem Review
Nazis raus!
Leider setzt sich auch beim neusten Teil der Medal of Honor-Reihe ein Trend fort, der so ziemlich in jedem vergleichbaren Spiel zu finden ist – Auf eine spannende Story wird grundsätzlich verzichtet.
Als Private First Class Boyd Traver ist eure Aufgabe gegen Ende des Krieges klar vorgegeben. Ihr müsst die deutschen und italienischen Faschisten besiegen, um so den Krieg zu beenden. Mit dieser Aufgabe im Gepäck, nehmt ihr an einigen der wichtigsten und entscheidendsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs teil. Neben der Operation Husky, bei der die alliierten Verbände auf Sizilien landeten, und der gescheiterten Operation Market Garden, verhelft ihr auch euren Kameraden am D-Day zu einem glücklichen Ende. Zu Beginn jeder Mission werdet ihr ausführlich von eurem Vorgesetzten über die zu bewältigenden Aufgaben unterrichtet. Danach gilt es noch seine Waffen auszuwählen und schon geht es los. Etwas mehr Spannung und Dramatik hätte nicht geschadet.
Absprung aus einem voll funktionstüchtigen Flugzeug
Dramatischer wird es zumindest beim Start der jeweiligen Missionen. Als Fallschirmjäger startet ihr an Bord eines Flugzeuges, aus dem ihr ins Feindgebiet abspringt. Das Besondere daran ist, dass ihr selbst wählen dürft, wo ihr landet. Aufgrund der offenen Spielwelt ist es somit euch überlassen, welche Aufgabe ihr zuerst angeht. Bei jeder Mission stehen mehrere Ziele zu Auswahl, die ihr nach beliebiger Reihenfolge erledigen dürft.
Nach eurer geglückten, oder nicht geglückten Landung, dauert es auch nicht lange und ihr trefft mit euren Mitstreitern auf zahlreiche Gegner, die euch unter Beschuss nehmen. Bei den Feuergefechten fällt auf, dass sie zwar spannend in Szene gesetzt sind, aber an die Dramatik eines Call of Duty bei weitem nicht heran kommen. Auch hat die k.I. der Feinde teilweise erhebliche Aussetzer. Am ärgerlichsten ist aber die Tatsache, dass Medal of Honor Airborne beim Missionsdesign absolut nichts Neues bietet. Es gilt Bunker einzunehmen, Funkmasten zu zerstören und Gebiete von Gegnern zu säubern. Das war so in ähnlicher Form alles schon einmal da.
Eine wirkliche Neuerung gibt es bei den Waffen. Wenn ein Schießprügel oft im Einsatz war, dann wird er insgesamt drei Mal aufgerüstet. So erhaltet ihr für euer Maschinengewehr ein größeres Magazin, oder ein Bajonett für die Schrotflinte. Das mag nicht besonders realistisch sein, steigert aber die Motivation.
Das Schlachtfeld
Optisch ist Medal of Honor durchaus auf der Höhe der Zeit. Die Grafik ist sehr schön anzusehen und von den Animationen bis hin zu den Explosionen ist alles auf sehr hohem Niveau. Auch der Sound spielt in einer oberen Klasse mit, jedoch wirken die Umgebungsgeräusche nicht so bombastisch wie bei der Call of Duty-Reihe. Wirklich enttäuschend ist die Auswahl an Multiplayermodi. Es gibt nur Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture the Flag.
Jetzt diesen Artikel bestellen
Diesen Artikel im Forum diskutieren |
|