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Die Zukunft.
...und die Magie kehrte zurück.
Elfen, Zwerge und Trolle kennt man eigentlich nur aus "Der Herr der Ringe" oder anderen Fantasygeschichten. Aber bei Shadowrun treiben sie im Jahre 2028 ihr Unwesen. Der erste plattformübergreifende Egoshooter aus dem Hause Microsoft basiert lose auf dem gleichnamigen Cyberpunk Pen&Paper Rollenspiel von FASA, hat aber außer dem Setting nicht viel gemeinsam.
Der RNA Global Riesenkonzern liegt im Krieg mit der so genannten "Lineage". In diesen Krieg steigt der Spieler ein und kann sich für eine der beiden Seiten entscheiden. Ein scheinbar klassischer Kampf: Gut gegen Böse. Nur wer ist eigentlich wer und ist das überhaupt von Bedeutung?
Ein neues Team für eine neue Ära
Bei Shadowrun gibt es vier Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften: Die schnellen, selbstheilenden Elfen, die Essenz absorbierenden Zwerge, die widerstandsfähigen und starken aber dafür langsameren Trolle und die mit Technologie bewanderten Menschen. In einem Team, welches aus bis zu acht Mitgliedern besteht, kann grundsätzlich jeder Spieler eine beliebige Rasse auswählen, ganz nach Präferenz. Dies öffnet natürlich verschiedene taktische Möglichkeiten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Shootern ist bei Shadowrun das Teamplay und somit die Absprache zwischen den Spielern besonders wichtig. Einzelkämpfer werden es schwer haben sich lange zu behaupten, da man alleine doch sehr verwundbar ist und dadurch schnell das Zeitliche segnet.
Die Regeln des Krieges haben sich geändert
Damit dies aber dann doch nicht all zu schnell passiert, stehen drei Dinge zur Verfügung: Waffen, Technologie und Magie. Die Kombination aus High-Tech Equipment und altertümlich anmutender Zauberei macht einen besonderen Scharm aus. Prinzipiell können alle Rassen sämtliche Tech- oder Magie-Fertigkeiten einsetzen. Diese zehren während der Benutzung von der so genannten "Essenz", einer Art Energievorrat, der sich selbständig nach seiner Verwendung wieder auffüllt.
Die folgenden Fertigkeiten stehen zur Verfügung:
Tech:
• Gleiter (Ein Fluggerät für kurzes Abheben und durch die Luft Gleiten)
• Sichtverstärkung (Eine Art Röntgenblick)
• Antimagiegenerator (Kann geworfen werden und absorbiert Essenz)
• Smartlink (Eine Zielhilfe für alle Waffen)
• Reflexbooster (Erhöht die Laufgeschwindigkeit, Sprunghöhe und Reflexe)
Magie:
• Wiederbeleben (erweckt einen gefallenen Teamkameraden solange wieder zum leben, bis man selbst stirbt)
• Baum des Lebens (Ein Baum, der Lebensenergie wieder auffüllt, wenn man daneben steht)
• Würgeranke (Ist keine Pflanze, sondern ein Kristall, der Gegner gefangen hält)
• Windstoß (Wie der Machtschub bei Star Wars, kann Gegner wegschubsen)
• Rauch (Macht halb unsichtbar und unverwundbar, außer durch Windstoß)
• Teleportieren (Lässt den Spieler ca. 8-10m in die Bewegungsrichtung "springen"; auch durch Wände hindurch)
• Beschwören (Ein einem Ort oder Gegner zuweisbares Monster wird gerufen)
Zur Verteilung der Fertigkeiten können maximal drei Schnelltasten (RB, LB, LT) verwendet werden. Diese können jeder Zeit während einer Runde gewechselt oder komplett neu belegt werden.
So kämpft man in den Schatten
Zu Beginn ist es empfehlenswert, die sechs wirklich nett gemachten und vor allem hilfreichen Trainingseinheiten zu absolvieren. Neben jeweils zehn Gamerscores Belohnen, bringen sie vor allem die Steuerung und den Einsatz der einzelnen Fertigkeiten näher. Im Anschluss kann das frisch erlernte Wissen in einem Probekampf getestet werden. Wer sich dann bereit genug fühlt, kann sich entweder mit bis zu 15 Bots und oder reellen Spielern aus der LIVE Community auf neun verschiedenen, abwechslungsreichen Maps messen. Hierbei kann man sich einfach mit einer Quickgame-Funktion, welche dem Matchmaking, wie es von Halo 2 bekannt ist, ins Gefecht stürzen, oder aber sich Freunden anschließen und mit diesen zusammen in einer Gruppe, welche eigentlich ständig zusammenbleibt, von Kampf zu Kampf begeben.
Ähnlich wie beim berühmt berüchtigten Taktikshooter Counterstrike werden zu Beginn einer jeden Runde Waffen und Fertigkeiten gekauft. Geld erhält man durch z.B. viele Kills während einer Runde. Das Waffenarsenal beschränkt sich dabei auf Altbewährtes, wie Pistole (Standardbewaffnung), MP, Gewehr, Schrotflinte, Sniper-Rifle, Granate, Minigun und Raketenwerfer. Der einzige Exot hierbei ist das Katana (ein Samuraischwert). Bei dieser Nahkampfwaffe wechselt die Kamera aus der Egoperspektive in die Dritte-Person-Ansicht und hat somit ein wenig mehr Übersicht über das Kampfgeschehen. Wer sich so von hinten an einen Gegner anschleicht, kann diesen mit einem gezielten Hieb niederstrecken, der ihn Ausbluten lässt. Allgemein können Leichen durch Beschuss vernichtet werden, sodass sie durch "Wiederbelebung" nicht mehr zurück ins Spiel gebracht werden können.
Als Spielmodi stehen Bergung, eine Art "Capture the Flag" und Überfall Zur Verfügung. Bei letzterem muss eine Partei ein Artefakt aus dem Gebiet des Gegners klauen und in eine markierte Zone bringen. In beiden Modi kann auch durch Teamelimination gewonnen werden. Respawnen während einer Runde ist nicht vorgesehen.
Was etwas negativ auffällt ist, sobald ein Spieler das Spiel verlässt wird ein neuer automatisch gesucht. Dadurch wird die laufende Runde unterbrochen und geht dann von vorne los. Der Vorteil hierbei ist aber, dass so immer für ausgeglichene Teams gesorgt ist.
Technisches
Optisch gesehen ist Shadowrun sicherlich keine Offenbarung, dennoch leistet die Havok-Engine, die unter anderem auch bei Crackdown Verwendung findet, gute Arbeit. Die teilweise unscharfen Texturen fallen bei dem schnellen und oft hektischen Gameplay nicht auf. Ebenfalls darf dabei nicht vergessen werden, dass es sich um ein reines Onlinespiel handelt, welches auch noch zusätzlich auf regulären PCs laufen muss. Beim Spielen lief alles konstant flüssig ohne sichtbare Framerateeinbrüche. Die Animationen der Figuren gehen in Ordnung, lediglich das Fehlen von Kletteranimationen wirkt altbacken: Wenn man eine Leiter oder ähnliches hochsteigt, bleibt durchgehend die Waffe zum Schuss bereit erhoben, in der Dritte-Person-Ansicht wirkt es, als ob die Spielfigur einfach die Leiter hoch schweben würde.
Auch im Soundbereich gewinnt Shadowrun sicherlich keinen Oscar, bietet aber solide Kost bei den Waffenklängen, sodass ein ordentlicher Gesamteindruck entsteht.
Wer übrigens Angst hat, gegen die PCler mit ihren Tastaturen und Mäusen im Nachteil zu sein, braucht sich keine Gedanken zu machen. Die Spieleentwickler haben in der Vista Version die natürliche Waffenstreuung vergrößert, um so einen Ausgleich für die vermeintlich schnellere und präzisere Steuerung zu schaffen.
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