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Wer wollte nicht schon immer mal die Fähigkeit besitzen, die Zeit anzuhalten, oder gar zurück zu drehen? Der seit kurzer Zeit verfügbare First-Person Shooter Timeshift aus dem Hause Saber Interactive erfüllt euch diesen Wunsch. Nach einem spektakulären Intro schlüpft ihr in die Rolle eines Wissenschaftlers und sollt den so genannten Beta Suit testen. Schnell bemerkt ihr, dass der erste Versuch der Zeitreise nicht so funktionierte wie geplant. Nach den ersten Gehversuchen wird klar, dass ihr euch in einer Parallelwelt befindet, in welcher ein gewisser Dr. Krone, welcher ebenfalls einen Zeitsprung wagte, an der Macht ist und nichts gutes im Sinn hat. Auf Seiten der Rebellen beginnt für euch ein düsteres Katz und Maus-Spiel mit Endzeitstimmung.
Slow-Motion, Pause und wieder zurück
Um eurem Gegenüber ordentlich einzuheizen, müsst ihr euch nicht allein auf Granaten, Sturmgewehre und Co. verlassen. Durch den Beta Suit könnt ihr euch die Zeit zu Nutze machen, indem ihr beispielsweise selbige anhaltet, eurem Gegner die Waffe aus den Händen reißt und ihn somit alt aussehen lasst. Natürlich bieten diese neuen Features noch diverse andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Lösen von kleineren Rätseln, welche allerdings nicht all zu anspruchsvoll daher kommen.
Was zu Anfang mehr wie eine Spielerei wirkt, wird im weiteren Spielverlauf absolut notwendig. Ohne das Pausieren der Umgebung werden große Gegnermassen zu ernst zu nehmenden Hindernissen. Habt ihr aber einmal den Umgang mit eurem Quantenanzug im Griff, steht der Rettung der Welt nichts mehr im Wege.
Gab’s das nicht schon mal?
Auch wenn das Spielen mit der Zeit keine Innovation ist, denkt man an Titel wie F.E.A.R. oder Prince of Persia, wirkt Timeshift nicht wie eine billige Kopie. Die nette Optik, welche vor allem im Regen eine passende Atmosphäre schafft, und die verschiedenen Möglichkeiten der Zeitmanipulation, lassen den Shooter in neuem Glanz erscheinen. Zwar ist die Grafik, eine aktualisierte Version der Havok-Engine, nicht das Beste was die Xbox 360 gesehen hat, kann aber dennoch als überdurchschnittlich tituliert werden.
Der Sound passt sich der Grafik an und bringt noch ein bisschen mehr Atmosphäre ins heimische Wohnzimmer. Mit der nötigen Hardware kommt die volle Dolby Digital Unterstützung erst richtig zur Geltung. Der platschende Regen, die Ansagen des Dr. Krone durch herumstehende Lautsprecher und die satten Waffensounds machen einfach Laune.
Das Leveldesign ist abwechslungsreich und führt euch durch Häuserschluchten, zerstörte Ruinen, enge Räume und offene Felder. In offenen Arealen schaffen die genialen Regeneffekte eine einwandfreie Atmosphäre und lassen schnell einige Patzer der K.I. vergessen. Größtenteils ist diese zwar als solide zu betrachten, allerdings können manchen Passagen buchstäblich frustrieren, „Woher konnte der wissen wo ich bin?“.
Langzeitspaß?
Habt ihr euch durch den Einzelspielermodus gekämpft, was nicht länger als 12 Stunden dauern sollte, bietet Timeshift noch einen umfangreichen Multiplayer. Mit gültiger Xbox Live Gold Mitgliedschaft könnt ihr eure Zeitverschiebungs-Fähigkeiten auch gegen Freunde einsetzen. Mit bis zu 16 Spielern auf insgesamt 14 verschiedenen Maps kommt Timeshift daher und sorgt nach dem kurzen Singleplayer für Abwechslung. Allerdings hält diese den Spieler auch nicht all zu lange bei der Stange, denn auch hier fehlt es an Innovation. Zusätzlich kommt das denkbar schlechte Release-Timing für ein Actionspiel dem Titel nicht wirklich zu Gute. Gerade zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft ist die Konkurrenz in diesem Genre einfach zu groß.
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