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Ein Spiel zum Film zum Buch. Wo die wilden Kerle wohnen hat einen langen Weg hinter sich. Jetzt ist die Geschichte auch als Spieleumsetzung für die Xbox 360 zu haben. Warner Bros.-Games will uns die passende virtuelle Erfahrung zum Film geben . Kann das gelingen? Wir fanden es in unserem Test heraus.
Ähmmm, okay?
Wow, dieses Spiel nimmt sich gleich zu Beginn einiges raus. Ohne Worte werdet ihr in einem Katzenkostüm an einem düster wirkenden Strand ausgesetzt. Das klingt nach alles anderem als einem Einstieg in ein kinderfreundliches Spiel. Weder Name, noch Ort, noch Ziel werden hier definiert. Sehr sehr langsam will sich das Spiel mit seiner Geschichte offenbaren. Zumindest beim Kämpfen wird nicht zu lange auf die Folter gespannt. Protagonist Max (so konnten wir es aus den lakonischen Tutorialfetzen herauslesen) kämpft sich mit seinem Stab bewaffnet und springend durch die Insel.
Es dauert auch nicht lange, da bemerkt man, wie flach und eintönig das Gameplay ist. So eintönig, dass sich die Motivation nach dem Tutorial fast nicht oben halten lässt. Kaum ein geschriebenes Wort ist zu lesen, geschweige denn zu hören. Für ein an Kinder gerichtetes Spiel ist das schon ziemlich dreist.
Dreist, wirklich dreist
Eine weitere Dreistigkeit sind die äußerst schmalen Zwischensequenzen, die nicht im 16:9 Format daherkommen. Breite schwarze Balken, ein Ärgernis für Spieler mit solchen Fernsehern. Dieses Problem ist ein Relikt aus alten Tagen, hier ist es noch aktuell. Wie aus alten Tagen scheint auch die magere Grafik mit ihren Uralteffekten. Hier scheint die Zeit wirklich stehen geblieben zu sein. Eine flache und farblose Welt, in der sich kaum Leben zu tummeln scheint.
Zu diesem grafischen Defizit hinzu kommt noch der sehr düstere Grundton des gesamten Spiels. Alle Umgebungen wirken ziemlich dunkel und angsteinflößend. Auch die Musik fährt dieses Programm und wirkt ständig bedrohlich. Auf einen Onlinemodus verzichtete man leider völlig, sodass das Spiel eine reine Singleplayer-Erfahrung bleibt.
Wo die scheußlichen Monster wohnen
Doch wozu das Ganze? Was sind die Hintergründe, dass Max auf dieser Insel landet und die wilden Kerle aufsucht. Vielleicht erleuchtet uns ja der Besuch in ihrem Dorf etwas.Die wilden Kerle sind geteilter Meinung in Bezug auf den lustig verkleideten Menschling. Einige wollen ihn im Magen verstaut wissen, andere sehen in ihm einen König. Der Kompromiss der Kerle lautet, dass sie ihn in ihrer Gemeinschaft aufnehmen, fressen könne man ihn ja später noch. Im Dorf der, es sei erlaubt, ziemlich hässlich gestalteten wilden Kerle, könnt ihr kurzweilige Minigames absolvieren. Freigeschaltet werden sie mit von euch gesammelten Schätzen. So gibt es immer wieder Neues zu entdecken, was aber nicht wirklich spannend ist. Immer wenn ihr in euer eigenes Zelt zurückkehrt, könnt ihr die Geschichte weiterführen.
Mit voran schreitendem Spiel erkennt ihr die Bedrohung, die die Insel der wilden Kerle heimsucht. Eine schwarze Flüssigkeit verschlingt Flora und Fauna. Max und seine neuen Freunde wollen das natürlich verhindern.
Die Levels spielen sich alle fortwährend eintönig und einschienig. Interessant ist lediglich der Beistand eurer großen Freunde, die für euch so manches Hindernis aus dem Weg räumen und euch zur Seite stehen. Die Interaktion mit der Umwelt spielt auch eine wichtige Rolle. Pflanzen an der richtigen Stelle wachsen zu lassen, lässt euch neue Bereiche erschließen und Schätze finden.
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