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Mit dem Herbst steht auch der jährliche Franchise-Ableger der NFL-Reihe von Electronic Arts an. Bereits letztes Jahr bewies der Publishergigant, dass auch American Football vor der Mattscheibe und nicht nur auf dem Spielfeld Spaß machen kann. Nun steht Fans des amerikanischen Ballsports Madden NFL 09 ins Haus, doch kann der Titel die brillante Technik des Vorgängers noch toppen? Inwieweit der mittlerweile vierte Madden-Teil(NextGen) die Reihe und deren Merkmale fortsetzt, erfahrt ihr in unserem Test.
Ab aufs Spielfeld!
Bevor ihr euch aufs alles entscheidende Spielfeld begebt und euch den Schweiß von der Stirn wischt, steht der sogenannte „Madden Test“ an. In diesem Modus begrüßt euch das virtuelle Abbild John Maddens, der euch mit den Grundprinzipien von Madden NFL 09 vertraut machen will. Das Tutorial präsentiert sich allerdings alles andere als umfangreich, stattdessen bestreitet ihr mehrere Minigames, die am Ende euren individuellen Madden IQ errechnen. Dieser steigt im Lauf des Spiels immer weiter und reflektiert ständig eure Spielerfahrung. Da die Berechnung der Fähigkeiten aber nicht immer reibungslos funktioniert, solltet ihr auf den neuen Custom-Schwierigkeitsgrad zurückgreifen, wo ihr alle Einstellungen ganz simpel an eure persönlichen Bedürfnisse anpassen könnt. Besonders Anfänger werden diese Option in den Himmel loben, denn trotz detaillierter Fehleranalyse wird man wie gewohnt ohne große Vorworte ins Geschehen geworfen. Da weder Texte noch Menüs lokalisiert wurden, sieht man ohne detaillierte Regelkenntnisse des Sports schon zu Beginn kein Land mehr. Und gerade weil Taktik in diesem Sport so wichtig ist, präsentiert sich auch der neueste Madden-Ableger alles andere als einstgeigerfreundlich.
This is the Moment
Ebenfalls neu sind die “Madden-Moments”. Fans bekommen hier die Möglichkeit, Situationen und Erlebnisse vergangener Saisons nachzuahmen. Demnach gilt es, verschiedene Moves, Gesten oder Gespräche 1:1 nachzuspielen, was sich nicht immer als einfach entpuppt. Obwohl genug Zeit bleibt, die unterschiedlichen Aufgaben zu erfüllen, fordert dieser Spielmodus selbst eingefleischte Madden-Fans. Gleichzeitig bietet er bei ausführlicher Betrachtung eine gute Langzeitmotivation. Ansonsten könnt ihr euch natürlich wie gehabt auch wieder in den bekannten Franchise-, Practice- und Superstar-Modi austoben.
Schöner Sport
Auch wenn sich die Neuerungen in Grenzen halten, hat EA keine Kosten und Mühen gescheut und ordentlich an der Technikschraube gedreht. Hier fallen besonders die detaillierten Spielfiguren auf, die kaum Polygonecken aufweisen. Auch die Licht- und Wettereffekte gehören zum Besten, was man bisher im Genre gesehen hat. Schnee und Regen wirken sich zudem tatsächlich auf das Gameplay aus. Die Footballspieler rutschen im eisigen Winter weiter, als auf trockenem Sommergras. Das sorgt für Realismus und unterstreicht das simulationslastige Setting. Auch wenn die Innenareale gegenüber den dachlosen Stadien etwas abfallen, macht die Optik einen großen Schritt nach vorne. Auch die KI hat mächtig dazugelernt und macht nun ebenfalls Fehler, die durch schicke Animationen an Glaubwürdigkeit gewinnen und beinahe menschlich wirken. Soundtechnisch kann sich Madden NFL 09 ebenfalls sehen bzw. hören lassen. Alte Madden-Hasen werden sich über neue Kommentare freuen. Tom Hammond und Cris Collinsworth geben euch zusammen mit John Madden himself was auf die Ohren.
Ansonsten ist viel beim Alten geblieben. Der sogenannte "Quarterback-View" aus dem Vorjahr ist weggefallen, dafür kann man nun den Spieler nach einem Touchdown noch weiter steuern. Auch das altbekannte Zeitspulfeature des Prinzen aus Persien ist mit von der Partie, mit dem sich kleinere Patzer in der Spielmechanik ausbügeln lassen. Diese Option steht sowohl in der Defensive, als auch im offensiven Spielzug zur Verfügung.
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