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Nach dem abrupten Ende von Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas, war klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis der Kampf gegen die Terroristen fortgesetzt würde. Ihr trommelt in Vegas 2 also wieder euer Team zusammen und begebt euch in die Stadt der Sünde, um die ungebetenen Gäste aus der Metropole zu jagen. Schon im Vorfeld spekulierten Fans und die Presse, ob es sich bei Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas 2 um einen wirklichen Nachfolger handelt, oder ob Ubisoft der Spielgemeinde nur ein aufgeblasenes Addon zum Vollpreis verkaufen will. Wir sind dieser Frage in unserem Test natürlich nachgegangen und verraten euch, ob sich die Rückkehr nach Las Vegas wieder lohnt:
Wo ist eigentlich Logan?
Der Kampf war hart und unerbittlich und zum Schluss standen die Elitesoldaten von Rainbow Six mit leeren Händen da. Euer Ziel ist es also, den Auftrag zu ende zu führen und den Oberbösewicht und seine Kameraden zu überwältigen. Vegas 2 startet aber nicht auf dem Staudamm, dem Ende des ersten Teils, sondern bei einem Einsatz in den Bergen, fünf Jahre vor den eigentlichen Ereignissen in Vegas. Ihr übernehmt hier die Rolle von Bishop, dem Ausbilder und Mentor von Logan Keller. Nach der kurzen Mission in den Pyrenäen geht es aber sofort wieder nach Las Vegas, um Missionen zu bestreiten, die vor und nach den Ereignissen des ersten Teils spielen.
Taktisch zum Sieg
Spielerisch unterscheidet sich Vegas 2 nicht von seinem Vorgänger. Ihr seid wieder mit eurem 2-Mann starken Team unterwegs, das euch im Kampf gegen die Terroristen unterstützt und dem ihr Befehle erteilen könnt. So steuert ihr sie per A-Knopf an die gewünscht Stelle, oder weist sie an, einen Raum zu stürmen, um die dahinter stehenden Terroristen zu überwältigen. Neben Überraschungsmomenten mit Blendgranaten und dem Aufbrechen von Türen, werfen eure Team-Mitglieder nun auch mit Granaten. Das Zusammenspiel mit dem Team klappt wieder sehr gut, jedoch treten auch kleinere KI-Schwächen auf. Es kann passieren, dass die Kollegen Feinde bei freiem Schussfeld nicht angreifen, oder einen Befehl einfach nicht ausführen wollen – Das tritt aber nur sehr selten auf.
Die richtigen Befehle sind wieder äußerst wichtig, denn die aggressiven Terroristen sind deutlich stärker als noch im ersten Teil. Selbst gestandene Profis werden dieses Mal richtig gefordert. Auch sind die Bösewichter besser bewaffnet und sie gehen nun auch taktischer vor und fallen euch in die Flanke. Besonders die Terroristen mit Schutzschildern sind eine echte Herausforderung. Nur wer seine Angriffe vorsichtig und überlegt plant, hat im Kampf eine Chance. Um sich angemessen gegen die Terroristen zu wehren, steht euch wieder eine große Auswahl an Gewehren, wie Maschinenpistolen und Schrotflinten, zur Verfügung. Auch könnt ihr Bishop mit Schutzkleidung wie Helmen und kugelsicheren Westen ausstatten. Um an bessere Waffen und Ausrüstungen zu kommen, sammelt ihr Erfahrungspunkte, die ihr durch Abschüsse und durch besonders geglückte Aktionen erlangt. Praktisch: Auch in den Multiplayer-Modi werdet ihr für Abschüsse belohnt. In dunklen Räumen könnt ihr außerdem zwischen einer Termalsicht und eurem Nachtsichtgerät wählen. Neu ist, dass ihr für kurze Zeit eine Karte aufrufen könnt, die alle Terroristen in dem dargestellten Raum zeigt. Auch kann Bishop einen kleinen Sprint hinlegen, um sich schneller in Deckung zu bringen.
Die wenigen Neuerungen machen allesamt spielerisch Sinn und auch die Missionen sind gewohnt spannend und dramatisch inszeniert, jedoch wird man das Gefühl nicht los, nur ein Missions-Addon zu spielen. So packend die Kämpfe auch sein mögen, etwas wirklich Neues wird bei Vegas 2 nicht geboten. Die Story ist auch eher langweilig erzählt und wird sehr vernachlässigt.
Detailarmes Las Vegas
Vegas 2 führt euch dieses Mal an die weniger bekannten Plätze und Gebäude der glitzernden Stadt. Ihr besucht eine Schule, Lagerhäuser oder kämpft euch durch enge Wohnungen. Natürlich seid ihr auch wieder in Casinos unterwegs, diese besucht ihr jedoch nur kurz. Was alle Schauplätze gemein haben ist die Tatsache, dass sie absolut unspektakulär und sehr detailarm aussehen – Manche sogar richtig hässlich. An der Grafik wurde fast überhaupt nichts verändert und einzig die geschmeidigen Animationen eures Team wissen noch zu überzeugen.
Auch am Sound hat sich nicht viel geändert, aber das ist in diesem Fall nichts Schlimmes. Die Musik ist passend gewählt und unterstreicht besonders dramatische Situationen durch beklemmende Melodien. Auch die Soundeffekte der Waffen sind wieder großartig gelungen und auch die Sprachausgabe ist sehr gut, wenn auch nicht überragend.
Verbesserter Multiplayer
Nichts zu meckern gibt es am Multiplayermodus, der mit neuen Karten und Modi aufwartet. Insgesamt stehen acht Modi wie „Team-Überleben“ oder „Death-Match“ zur Verfügung. Neu ist beispielsweise der Modus „Angriff und verteidigen“, bei dem zwei Teams um die Kontrolle eines bestimmten Ziels streiten. Ein Team muss das Ziel über eine bestimmte Zeit halten und es gegen das angreifende Team verteidigen. Auch sehr spaßig ist „ Team-Anführer“, bei dem ein Team seinen Anführer schützen muss. Eine Partie kann dadurch gewonnen werden, indem der Anführer an ein bestimmtes Ziel gebracht wird oder alle Gegner erledigt werden. Diese Partie gewinnt dadurch noch an Spannung, da ihr nur ins Spiel wieder eintreten dürft, wenn eurer Anführer am Leben bleibt. Wahlweise könnt ihr auch im Koop-Modus die Story mit einem Freund nachspielen, oder mit mehreren Spielern auf Terroristenjagd gehen.
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