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Wer kennt ihn nicht, den freundlichen blauen Igel von nebenan. Keine Frage, wir sprechen von Sonic, dem Gegenstück von Mario aus dem Hause SEGA. Dass dieser Geselle auch Tennis spielen kann, war uns bis vor kurzem noch unbekannt, aber man lernt ja nie aus. Wie ihr sicher schon erraten habt, soll dies den verzweifelten Versuch darstellen, eine witzige Einleitung zum Review von SEGA Superstars Tennis zu schreiben. Ob der SEGA-Titel ein ähnliches Niveau aufweist, oder aber eine echte Krönung ist, lest ihr in den kommenden Zeilen.
Wer ist hier der Superstar?
Dass Publisher SEGA dem Tennissport nicht abgeneigt ist, zeigt alleine der Erfolg der Virtua Tennis Serie. Die Zielgruppe von SEGA Superstars Tennis ist aber eine andere, und das wird schnell klar. Das Spiel positioniert sich als Party-Spiel und richtet sich eher an die jüngeren Gamer unter uns.
Nichts desto trotz werden beim Anblick der Charaktere Erinnerungen an längst vergangene Tage geweckt. „Beat“ aus Jet Set Radio, oder „Ulala“ aus Space Channel 5 sind beispielsweise mit von der Partie und lassen den Schläger für euch schwingen.
Doch kommen wir nun endlich zum Spiel selbst. Nach einem flotten Intro, in welchem alle Charaktere vorgestellt werden, springen wir als erstes in den Superstars-Modus, welcher eine Art Karriere darstellt. Zunächst seht ihr eine Karte mit 17 verschiedenen Bereichen, welche thematisch an diverse SEGA-Titel erinnern. In den verschiedenen Levels gilt es diverse Herausforderungen, Mini-Games oder aber Turniere zu meistern, welche selbstverständlich auch themenabhängig sind. So müsste ihr in der Jet Set Radio-Stage beispielsweise Sprühflaschen einsammeln und mit Hilfe gezielter Schläge Graffitis nachzeichnen.
Superkräfte im Tennis?
Ja, ihr habt in der Tat richtig gelesen, es gibt Superkräfte. Wie schon angekündigt ist das Gameplay alles andere als simulationslastig. Beat kommt standesgemäß auf Rollschuhen daher, Sonic ist besonders schnell und Ulala aus Space Channel 5 trägt das gewohnt kurze Outfit. Ganz klar ist auch, dass der Spaß im Vordergrund steht, dafür sorgen unter anderem auch die Superkräfte unserer Helden. Diese können während des Schlagabtauschs aufgeladen werden, und blinkt der gelbe Stern (Nein, das hat nichts mit Mario zu tun) unter dem eigenen Spieler, kann ein Power-Schlag ausgeführt. Jeder Spieler hat hierbei eine individuelle Art diesen auszuführen, aber bunt und schrill ist es bei allen.
Ist der Superstars-Modus zu eintönig geworden, was relativ schnell passieren kann, könnt ihr euch noch einen Freund hinzuholen und ihm zeigen, was ihr mit Ball und Schläger anstellen könnt. Der Spielspaß wächst mit der Anzahl der spielenden Gegner vor allem dann, wenn zwei, oder mehrere Spiele ihre Power-Schläge aktivieren. Da kommt Freude auf.
Technisch?
Mittelmäßig. Zwar wirken die Charaktere und Arenen farbenfroh und hochauflösend, allerdings vermisst man teilweise die Detailverliebtheit. Positiv anzumerken ist auch, dass die Plätze sehr dynamisch daherkommen, da ständig irgendetwas passiert.
Die Steuerung ist sehr simpel gehalten. Es gibt 2 Buttons zum Schlagen und den linken Stick zum Bewegen eures ausgewählten Charakters. Der Sound ist zwar abwechslungsreich aber auch keine Bereicherung im Allgemeinen, nur Mittelmaß auch an dieser Stelle.
Gehen euch die Freunde aus, könnt ihr euch mit Spielern aus der ganzen Welt messen. Während unseres Tests war die Verbindung stets zufriedenstellend und machte einen soliden Eindruck. Lediglich bei Doppeln kam das Spiel an seine (technischen) Grenzen. Online habt ihr die Möglichkeit einzelne Matches oder ganze Turniere zu spielen, oder euch aber spannende Spiele über Sega-TV anzuschauen.
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