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Im Leben sollte man ein Haus bauen, einen Baum pflanzen, Kinder in die Welt setzen und einen Vergnügungspark bauen. Wer nicht über das nötige Kleingeld verfügt um dieses Vorhaben umzusetzen, sollte einen Blick auf Thrillville verrückte Achterbahn werfen. Ob mit diesem Spiel eine waschechte Simulation im niedlichen Look auf die Spieler wartet oder einfach nur ein Gesellschaftsspiel, erläutern wir in unserem Review.
Auf die Plätze Achterbahn
Bevor man sich in das Leben eines Vergnügungsparkleiters stürzt sollte man sich vorbereiten. So auch in Thrillville. Anfangs erwartet einem eine dem Titel entsprechende Musik, die leicht an Highschool Musical erinnert. Hat man genug von der Musik sollte man ins Spiel eintauchen, doch bevor es in die große weite Vergnügungswelt geht, müssen wir uns einen Spieler aussuchen. Dabei hat der Spieler wirklich die Qual der Wahl, ob männlich, weiblich, klein oder groß - alles ist hier vertreten. Ist der Spieler ausgesucht, kann dieser noch individualisiert werden. Ob Haare, Haarfarbe oder Bekleidung, hier hat der Spieler einiges an Auswahl. Auch der Vorgegebene Name kann abgeändert werden, um die Figur einzigartig zu machen. Hat man alles zu seiner Zufriedenheit erledigt und den Charakter so gestaltet, wie man es für richtig hält, geht das Abenteuer Achterbahn auch schon los.
Der verrückte Professor
Nach einer lustigen Sequenz eines alten verrückten Professors, der uns erklärt, warum wir Thrillville leiten und vor der bösen Konkurrenz retten müssen, kann das Spiel beginnen. Im ersten Park angekommen, begrüßt uns auch schon die Stimme des Professors und erklärt die grundlegende Steuerung des Spiels. Dabei lernt man alles rund um das Bauen, den Park, die Besucher und die Trophäen. Um das entsprechende Tutorial zu wählen, müssen wir unseren Helden nur in eines der vier Symbole bewegen, welche durch einen Lichtstrahl nicht zu verfehlen sind.
Bei einem Bau ist natürlich der Platz das entscheidende Kriterium. Hat man beispielsweise eine Jahrmarktattraktion ausgewählt, erscheint auch schon das Baumenü. Dabei können wir die Position des Objektes bestimmen und seine Ausrichtung. Natürlich sollten nicht nur Achterbahnen, Schießbuden oder andere Unterhaltungsgebäude gebaut werden. Ebenso wichtig sind Läden oder Toiletten, denn sämtliche Bedürfnisse der Besucher wollen gedeckt sein. Hat man nun einige Gebäude gebaut, sollte man auch den Kontostand im Auge behalten, denn auch hier gilt die Regel: „Ohne Moos, nix los!“. Steht nun das erste Gebäude, ist die Arbeit damit noch nicht getan, nun können Farben individuell ausgesucht oder Vorabmischungen gewählt werden. Aber die Arbeit in einem Vergnügungspark ist mit sehr viel Spaß verbunden. So hat man als Manager die Gelegenheit, jede Attraktion zu besuchen oder jedes Spiel in Angriff zu nehmen und einen persönlichen Highscore aufzustellen.
Personal, der Grundpfeiler der Gesellschaft
Was wäre der beste Vergnügungspark ohne das nötige Personal? Um die Geschäfte am Laufen zu halten, sollte man die nötigen Mitarbeiter beschäftigen. Denn ein dreckiger Park mit kaputten Achterbahnen zieht nicht sonderlich viele Kunden an. Natürlich wollen Mitarbeiter auch bezahlt werden. So hat man die Wahl bei Geldknappheit den ein oder anderen Angestellten an die frische Luft zu setzen. Wie im wahren Leben ist qualifiziertes Personal das bessere. Um beispielsweise einen Mechaniker aufzuwerten, wählt man diesen aus und steckt plötzlich in dessen Haut.
Wie aber wertet man diesen nun auf? Ganz einfach anhand von Minispielen! Läuft man mit dem Handwerker nun an eine Achterbahn oder eine andere Einrichtung, kann mit einem Knopfdruck ein Minispiel gestartet werden. So gilt es bei einem Handwerker eine Platine mit fehlenden Verbindungen zu reparieren. Anfangs stellt dies noch keine große Herausforderung dar, doch der Schwierigkeitsgrad steigt je mehr Personal aufgewertet wird. Jede Berufsgruppe verfügt über ihre eigenen Minispiele, welche zunehmend anspruchsvoller werden.
Minispiele im Vergnügungspark
Dass mit Thrillville keine trockne Simulation auf die heimische Konsole kommt, sollte unlängst klar sein. So warten nicht nur Bauaktionen und Plaudereien mit den Gästen auf den Spieler, sondern unter anderem auch 12 Minispiele auf den Spieler. Von Billard, über Vertikal-Shooter ist fast alles vertreten was das Arcadeherz höher schlagen lässt. Sehr positiv fällt dabei der Spaßfaktor auf. Dieser lädt des Öfteren auf eine zweite oder dritte Runde ein und sollte für einige unterhaltsame Stunden sorgen.
Nachdem wir eine Achterbahn, Rennbahn und schon mehrere Parks besitzen, kommt doch die Frage nach Abwechslung auf. Denn so lustig das Spiel anfangs erscheint, so eintönig kann es auch werden. Auch technisch sollte man nicht die höchsten Ansprüche haben, denn die Grafik befindet sich nicht auf dem höchsten Niveau. Positiv fällt der Soundtrack auf, welcher in Form eines Radiosenders übermittelt wird. Es dürfen aktuelle und altbekannte Songs gehört werden. So sollte es einem nicht verwundern, wenn man einen Titel von The Who hört. Die Steuerung des Spiels ist sehr einfach gehalten und bietet keine ungewöhnlichen Überraschungen. Bei bevorstehenden Minispielen erscheint zuvor immer ein Bildschirm, welcher die Spielführung erläutert.
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