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Wenn ein Film in die Kinos kommt, kann man fast schon sicher sein, dass es auch ein Spiel zum Movie gibt. So war es auch mal wieder bei „Shrek 2“. Gleichzeitig mit dem Filmstart warfen die Marketing-Strategen auch eine Xbox-Konvertierung auf den Markt. Ob der grüne Oger eine bessere Figur macht, als im ersten Teil, lest ihr in unserer Review.
Was ist grün und wohnt im Wald?
Es waren einmal ein grüner, dicker Oger, eine wunderschöne grüne (!) Prinzessin, ein störrischer, plappernder Esel, dem man die Duracell-Batterien nicht aus dem Po ziehen konnte, ein Lebkuchenmann und ein schlagkräftiges Mädel mit rotem Käppchen. Die wohnten in einer Ökö-WG mittem im Sumpf. Der Oger hatte ein Verhältnis mit der Ex-verzauberten Fiona und Zoff mit seinen Schwiegereltern. Denn die wollten für ihre kleine Tochter einen Strahlemann, der ihnen nach dem Mund redet und keinen furzenden, dicken, grünen Oger mit schlechten Manieren. Um Königs dennoch davon zu überzeugen, dass Shrek der Richtige ist, machen sich die WG-Mitglieder auf den Weg nach Far Away zum Schloss.
Dass ihnen sich dabei viele Hindernisse in den Weg stellen, versteht sich schon fast von selbst.
Die Handlung von „Shrek 2“ hält sich mehr oder minder eng an die filmische Vorlage, ohne komplett zum Sklaven des Movies zu werden. Den Mentor in Form eines Spiegels findet ihr ebenso wieder, wie alle anderen Charaktere. Solltet ihr einmal nicht weiter kommen, gibt er euch nützliche Tipps. Im Spiel selbst könnt ihr dann jederzeit zwischen den einzelnen Charakteren hin und her wechseln. Zwar sind nicht alle die ganze Zeit über verfügbar. Doch auch mit wenigen Figuren habt ihr stets einen Vorsprung gegenüber euren Gegnern.
Neben den Standart-Attacken hat jeder Charakter seine ganz speziellen Fähigkeiten.
Der trittfeste Esel stampft Tore auf, fällt Bäume, damit ihr über Flüsse kommen könnt und tritt Feinde unsanft durch die Botanik. Fiona gibt euch den „Neo“ und wirbelt im perfekten „Matrix“-Stil die Gegner durcheinander und Shrek setzt sich mit voller Wucht auf seine Gegenüber. Diese Moves sind nicht nur ein nettes Gimmick, sondern absolut wichtig für den Storyverlauf.
Held gesucht!
Die relativ großen Level beendet ihr dann mit den so genannten „Hero-Time“ Aktionen.
Hier tritt ein Charakter zu verschiedenen Aufgaben an. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz. Vor allem Fionas Singsang mit anschließendem Vogel-Massaker ist einfach zum Brüllen komisch. Dummerweise sind die Timing-Aktionen recht schwierig, was gerade Genre-Neulingen sauer aufstoßen dürfte. Doch außerhalb dieser „End-Missionen“ plätschert der Schwierigkeitsgrad vor sich hin.
Größter Schwachpunkt ist wie in allen Jump and Runs die teilweise miserable Kameraführung. Diese stellt sich in schwierigen Situationen unweigerlich im ungünstigsten Winkel fest und lässt sich weder weit herauszoomen, noch kippen.
Ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht
Der ohnehin schon ansehnliche erste Teil von „Shrek“ sollte nach etwa zwei Jahren sich noch um einiges verbessern. So oder ähnlich müssen sich das die Entwickler wohl auch bei „Shrek 2“ gedacht haben. Dass dies durchweg gelungen ist, fällt im gesamten Spielverlauf auf. Nicht nur die einzelnen Figuren wurden äußerst liebevoll gestaltet. Auch die Locations können sich für ein Jump and Run mehr als sehen lassen. Die Atmosphäre des Films wurde sehr gut eingefangen und für das Spiel passend umgesetzt. Die Details der Level und vor allem die Polygonzahl der Figuren wurde gegenüber dem Vorgänger deutlich angehoben, sodass die Charaktere nun wesentlich realer und glaubwürdiger wirken. Auch wenn Microsofts Xbox grafisch mehr leisten kann, haben die Entwickler schon einige Möglichkeiten aus der grün-schwarzen Kiste herausgekitzelt.
Absolutes Highlight des Titels ist jedoch der superbe Soundtrack. Die einzelnen Stücke werden zwar sporadisch, dafür aber punktgenau platziert. Da versteht es sich fast schon vin selbst, dass alles Originalsprecher des Films mit an Bord sind. Wer über einen ausreichenden englischen Wortschatz verfügt, sollte die englische Sprachausgabe wählen. Denn was geht schon über Mike Myers als Shrek, Cameron Diaz als Prinzessin Fiona und Eddie Murphy als Esel.
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