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Wir sind ja schon so manche Titel gewohnt, die es erst als Comic, dann als Film und zu guter letzt als Game rauskamen. Welche manchmal mehr oder weniger gut waren. Obwohl dieser Titel auf dem Film, (der wiederum auf den Comics basiert) aufgebaut ist, braucht ihr im Vorfeld weder den Film, noch die Comics zu kennen. Trotzdem möchte ich euch hier ein paar kleine Infos zum Hauptdarsteller geben.
Ihr schlüpft in die Rolle von John Constantine, der wie im Film als auch im Spiel, von Keanu Reeves dargestellt wird. Um nicht an Lungenkrebs (den er sich durch seinen überdurchschnittlichen Zigarretten-Konsum eingefangen hat) zu sterben, hat John Constantine ein Abkommen mit dem Teufel geschlossen, dessen er sich aber nach sehr kurzer Zeit wieder entzog. Jetzt ist der gute alte Satan natürlich sauer auf ihn und versucht, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Und was die Arbeit unseres Antihelden noch um einiges erschwert, ist die Tatsache, das Satan und Gott eine Wette um die Seelen der Menschen am laufen haben. Inmitten des Gefechts, bittet euch die Polizistin Angela Dodson um Hilfe, den Selbstmord ihrer Schwester aufzuklären (an dieser Stelle kommt nun auch der Film ins Spiel). John Constantine wandert auf einem sehr schmalen Grad zwischen Gut und Böse, welcher ihn immer wieder in Richtung Hölle führt.
True Crime trifft Buffy
Bevor Ihr losgehen und Dämonen killen dürft, wird euch eine der zahlreichen Zwischensequenzen gezeigt. Statt Szenen aus dem Film, werden euch hier selbst erstellte Render-Filmchen in bester Square-Manier geboten. So lässt sich die Geschichte des Kinofilms sehr gut nacherzählen, ohne daß man ihn vorher gesehen haben muss. Und da die Sequenzen wie bereits angesprochen auf hohem Niveau liegen, sind sie auch schön anzusehen. Im Gegensatz zu dem grafisch gezeigten, krankt Constantine jedoch an der deutschen Übersetzung, da die Sprecher teilweise lustlos wirken und keine original Synchronstimmen verwendet wurden. Diejenigen unter euch, die der englischen Sprache mächtig sind, sollten deshalb schnell umstellen, so kommen sie auch in den Genuß der Orginalstimme von Herrn Reeves.
Da sich die Sprache jedoch nicht im Spiel selbst umstellen lässt, müsst Ihr dies in den Systemeinstellungen eurer XBOX machen.
Auf zur Dämonenjagd
Geht es dann schließlich zur Sache, erwartet euch sehr gute Third Person Shooter Action mit einer guten Portion Horror. Ganz im Stile von True Crime, ballert Ihr euch mit Pistolen und Schrotflinte durch unzählige Gegnermassen, zieht durch die nächtliche Großstadt um kleinere Rätsel zu lösen und springt über die verschiedensten Abgründe. Die Action steht in den etwas zu linearen Levels jedoch stets im Vordergrund. Da eure Gegner heftige Dämonen sind, reichen die heiligen Pistolen meistens nicht aus. Hier müssen gewaltige Zaubersprüche alla Buffy her. Es wird allerdings per Knopfdruck gezaubert. Das heißt, ihr aktiviert einen Zauberspruch, wonach eine Zeitlupensequenz einsetzt, und Ihr nacheinander die eingeblendeten Tasten drücken müsst. Dieses fällt am Anfang zwar sehr leicht aus, steigert sich aber im Spiel. Schafft Ihr es in der vorgegebenen Zeit, verteilt Ihr je nach Zauber Blitze oder ähnliches und bringt so eure Gegner zur Strecke. Neben sämtlichen Zaubersprüchen verfügt John Constantine auch über den so genannten Wahrheitsblick (ihr aktiviert ihn per Knopfdruck und wechselt so in Ego-Sicht.). Dieser erlaubt euch im dunklen zu sehen, versteckte Geheimgänge zu finden oder Menschen von Dämonen zu unterscheiden.
Die Steuerung ist etwas lahm
Das Zielen mit dem Fadenkreuz ist leider sehr schwerfällig. Da es sich nur sehr langsam bewegt, kommt es schon mal vor, das sich einer eurer Gegner nur einen Pixel außerhalb des Zielobjektes befindet, und Ihr ihn deshalb nicht trefft. Das kann einen schon mal zur Weißglut bringen. Was auch nicht jedermanns Sache sein wird, ist das automatische heraufklettern auf irgendwelche Gegenstände, oder überspringen sämtlicher Schluchten. Aber wir wollen hier ja jetzt auch nicht alles mies reden. Denn ansonsten lässt sich unser Antiheld ganz passabel steuern.
Grafisch mal besser mal schlechter
Also über die Zwischensequenzen haben wir ja schon gesprochen, diese lassen fast keine Wünsche offen. Auch die Spielgrafik ist an sich gut gelungen. Schon im Einführungslevel, fliegt euch in der Hölle so einiges um die Ohren. Das können dann auch schon mal Autos oder gar ganze Busse und LKW´s sein. Was meiner Meinung nach etwas schade ist, ist die Tatsache, dass die Sequenzen nicht in 16:9 ausfallen, denn dies würde sie noch mehr in den Vordergrund heben. Die Darstellung der Akteure ist soweit gelungen. Ab und zu gibt es hier ein paar kleine Ausrutscher, die aber im weiteren Verlauf des Spieles wieder gut ausgeglättet werden.
Der Sound ist fast perfekt
Die Hintergrundmusik im Spiel ist echt genial, und passt immer zu den jeweiligen Abschnitten. Einzig die schon erwähnte Deutsche Synchronisation lässt etwas zu wünschen übrig. Ansonsten ist der Sound wirklich passend und treibt einem schon mal die Gänsehaut in den Nacken.
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