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Final Fantasy - Eine lange Geschichte
Heute ist es mal wieder soweit. Ein neuer Final Fantasy-Teil erblickt das Licht der Welt, es ist der nun mehr 13. Haupttitel, der erfolgreichen Franchise. Neben zahlreichen Videospielen brachte die Marke außerdem diverse Anime-Produktionen und zwei Animationsfilme hervor. Für Fans der Serie ist die Veröffentlichung von Final Fantasy XIII mit einem automatisierten Prozess verbunden:
Cola- und Chips-Vorrat sichern, Telefonstecker ziehen, Türe abschließen, Rollo runter, Glotze an und eintauchen.
Ein letzter Versuch
Wehret den Anfängen. Getreu diesem Motto möchten wir auch in unser Special zur Final Fantasy-Reihe einsteigen. Alles begann vor etwas mehr als 20 Jahren, als die japanische Softwareschmiede „Square“ kurz vor dem Konkurs stand. Bei allen bisherigen Veröffentlichungen blieb der erhoffte Erfolg aus, eine zündende Idee musste her, für den letzten, den „finalen“ Versuch, doch noch erfolgreich zu sein. „Square“-Präsident Hironobu Sakaguchi wollte ein Rollenspiel entwickeln. Als Inspiration diente ein Titel namens „Dragon Quest“, der ein Jahr zuvor von Entwicklerstudio „Enix“ veröffentlicht wurde. Sakaguchis Plan war es, die Grundpfeiler von „Dragon Quest“ maßgeblich zu erweitern und auszubauen. Letztlich gelang es dem Japaner und seinem Entwicklerteam ein Spiel zu entwickeln, das sich nicht nur gut verkaufte(ca. 400.000 Mal in Japan), sondern einen Meilenstein für das gesamte Genre darstellen sollte. „Final Fantasy“ war geboren.
Mittlerweile haben sich die einstigen Konkurrenten „Square“ und „Enix“ zu „Square Enix“ zusammengeschlossen und die „Final Fantasy“-Reihe gehört zu den populärsten Videospielserien aller Zeiten. „Final Fantasy VII“, der erfolgreichste Teil der Franchise, verkaufte sich weltweit alleine über 10 Millionen Mal, während mit „Final Fantasy“-XI ein waschechtes MMORPG erschienen ist. Heute kommt die Veröffentlichung eines neuen „Final Fantasy“-Teils in Japan für Fans der Serie einem Tag gleich, an dem Ostern und Weihnachten aufeinandertreffen, doch auch in westlichen Gefilden hat „Final Fantasy“ eine Menge Anhänger gefunden.
Gründe für den Erfolg
Woher der beeindruckende Erfolg rührt lässt sich definitiv nicht an einzelnen Elementen festmachen. Zweifellos setzte „Square Enix“ in fast allen Teilen auf eine tiefgehende Hintergrundgeschichte mit vielschichtigen Charakteren und imposanten Zwischensequenzen, die den in der Regel linearen Handlungsverlauf in minutenlangen Videoschnipseln immer wieder vorantrieben. Zentraler Angelpunkt der Handlung von „Final Fantasy“ war in den Teilen I-V stets der Kampf gegen ein ausgemachtes „Böse“, das die Welt bedrohte. In der Rolle einer Gruppe von Helden, die aus unterschiedlichsten Motivationen in den Kampf zogen, machte sich der Spieler in der Folge auf, um das Schicksal der Welt doch noch zum Guten zu wenden. In den jüngeren Teilen(ab VI) änderte sich am eigentlichen Spielaufbau zwar nichts Grundlegendes, allerdings wurden die Beweggründe der Helden vielschichtiger, teilweise persönlich und bauten auf den Geschehnissen vorheriger Teile auf. In „Final Fantasy“-XII hielten sogar politische Themen Einzug in die Hintergrundgeschichte.
Natürlich müssen auch spielerische Aspekte mit einbezogen werden, wenn man den Erfolg von „Final Fantasy“ erklären will. Rollenspieltypisch spielen in jedem „Final Fantasy“-Abenteuer Kämpfe eine große Rolle. Während in den Teilen I-III und X rundenbasierte Kampfsysteme verwendet wurden, ist „Final Fantasy“ ansonsten für das so genannte Active-Time-Battle-System bekannt, bei dem eine Aktion erst dann ausgeführt werden kann, wenn sich ein spezieller Ladebalken vollständig aufgefüllt hat. In den letzten beiden Teilen entschied sich „Square Enix“ schließlich für ein Echtzeitkampfsystem.
Und nicht zuletzt sind es die fantasiereichen Welten, die den Spieler mit ihren kuriosen Bewohnern und merkwürdigen Monstern und Tieren immer wieder von Neuem in ihren Bann ziehen. Es ist festzuhalten, dass bei jedem „Final Fantasy“ ein neuer Planet geschaffen wurde. „Square Enix“ bediente sich bei der Erschaffung der Welten unter anderem der nordischen Mythologie, aber auch griechischen Sagen.
Was erwartet uns ab heute?
Im Grunde sind wir uns sicher, dass auch „Final Fantasy XIII“ an die Erfolge der bisher veröffentlichten Teile anknüpfen wird, schließlich ist das Spiel schon seit Monaten in Japan erhältlich und erfreut sich dort an größter Beliebtheit. Wer sich im Vorfeld intensiver über das kommende Rollenspiel informieren möchte, sollte einen Blick in unser ausführliches Preview werfen. Dort erhaltet ihr Informationen zu Story, Spielmechanik und Technik. In diesem Sinne wünschen wir allen „Final Fantasy“-Veteranen viel Spaß mit „Final Fantasy XIII“.
Autor: Michael Keultjes
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