Xbox One X Konsole: Microsoft über Spiele und Entwicklungskosten auf Project Scorpio

Im Spätherbst 2017 erscheint die nächste Xbox und das Ziel von Microsoft ist klar: nachdem man mit der Xbox One einen mehr oder minder fatalen Fehler in der Ausrichtung begangen hat, wird Project Scorpio wieder vollen Fokus auf Games bieten. Als Grundlage dazu dient die leistungsfähigste System-on-a-Chip (SoC)-Architektur, die jemals für eine Konsole entwickelt wurde.



Gegenüber den Kollegen von Windowscentral hat sich nun Mike Ybarra zu den Spielen auf der neuen Hardware geäußert und nochmals bestätigt, das es keine reinen Scorpio-Exklusivspiele geben werde, was aber nicht ausschließt, dass die Titel auf der neuen Premium-Hardware besondere Features spendiert bekommen.

Project Scorpio bietet etwa die 4,5-fache Leistung der Xbox One, und diese Mehrleistung kann innerhalb der Spiele beliebig eingesetzt werden. Den Entwicklern steht frei, ob sie diese in komplexere KI- und Physikberechnungen, Grafik, höhere Bildrate oder die Möglichkeit VR-Geräte zu nutzen investieren.

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Bereits bei der Vorstellung im Rahmen der E3 nannte Microsoft den Begriff "High-Fidelity-VR", was darauf hindeuten könnte, dass Spiele auf Project Scorpio eine entsprechende Untersützung erhalten wird, die Xbox One-Besitzern dann wahrscheinlich vorenthalten bleibt. Auch exklusive Spiele von Drittherstellern, die beispielsweise für PlayStation VR entwickeln, sind hier denkbar. In diesem Zusammenhang ist übrigens ein Kooperation mit Oculus Rift denkbar und sinnvoll, da Microsoft hier in der Vergangenheit schon "gemeinsame Sache" mit dem Tochterunternehmen von facebook gemacht hat.

Ybarra prognostizierte, dass die Entwicklungskosten der Spiele mit der Veröffentlichung von Project Scorpio nicht in großem Maße ansteigen werden. Im Grunde genommen optimieren die Studios jetzt schon viele ihrer großen Titel auch für leistungsfähige Spiele-PCs, was dann der neuen Microsoft-Konsole zugute kommt.

Das komplette englischsprachige Interview findet ihr hier bei den Kollegen von Windowscentral
30.09.2016 : Matthias Brems