News: Spiel mit der Macht - Wie die Lootboxen in Star Wars: Battlefront II funktionieren

Microstransactions kennen die meisten Spieler schon seit mindestens zehn Jahren. Neu ist allerdings der Trend hin zu Loot Crate Systemen, wie in Star Wars: Battlefront II. Der Unterschied zu normalen Zusatzinhalten: Es gibt einen Glücksfaktor zu berücksichtigen. Zwei Fragen bleiben jedoch für die (noch) uneingeweihten Gamer da draußen: Wie genau funktioniert das und wieso genau funktioniert es so gut?

Spiel mit der Macht
Bei Star Wars: Battlefront II gibt es mehrere Helden, die zuerst freigespielt werden müssen, bevor man mit ihnen in die Schlacht ziehen kann. Die wertvollsten davon sind Luke Skywalker und Darth Vader.

Figuren schaltet der Spieler durch Bezahlen mit einer In-Game Währung frei, dabei gibt es bei Battlefront II insgesamt vier verschiedene. Kristalle sind die In-Game Einheit, die der Spieler mit echtem Geld kaufen kann. Und mit Kristallen wiederum können Dinge wie Karten (zum Aufrüsten von Attributen) oder Lootboxen gekauft werden, von denen es wiederum verschiedene Arten gibt.

Die Wahrscheinlichkeit macht’s
Das Besondere: Man weiß vorher nicht, welches Item oder welchen Charakter man durch den Kauf einer Lootbox freispielt, ähnlich wie man bei Sammelkartenspielen nicht weiß, welche Karten man beim Kauf eines neuen Decks bekommt.

Wer jetzt an Glücksspiel denkt, der hat ganz Recht: Loot Crate Systeme funktionieren auf Basis von Wahrscheinlichkeit - der Spieler nimmt echte oder virtuelle Währung in die Hand und hat dafür eine gewisse Chance, den gewünschten Inhalt zu erhalten.

Dasselbe Prinzip machen sich auch Online-Casinos wie Casinocruise.com/de oder andere zu Nutze: Der Gewinn ist nicht garantiert, aber gerade dadurch erhält das System seinen Reiz - man möchte unbedingt wissen, was man diesmal freispielt und ob man diesmal gewinnt.
Natürlich gibt es bei so gut wie allen Spielen mit Loot Crate System auch einen alternativen Weg, um die zusätzlichen Inhalte freizuspielen: Wie im Fall von Battlefront II kann der Spieler die am Anfang noch nicht verfügbaren Inhalte auch durch längeres Spielen verschiedener Modi freischalten, wodurch er In-Game Währung erhält. Credits mit echtem Geld zu kaufen ist also in den allermeisten Spielen keine Pflicht.

Die Motivation hinter dem System
Bei der ganzen Diskussion um Loot Boxen wird allerdings nur selten über einen wirklich interessanten Aspekt des Themas diskutiert: Warum funktionieren sie eigentlich? Psychologisch kann unser Ansprechen auf Designs wie Lootboxen durch den menschlichen Trieb zu sammeln und zu komplettieren erklärt werden: Unsere Vorfahren waren ständig auf der Suche nach Essen und Ressourcen.

So etwas wie zu viel Nahrung gab es damals nicht, daher war es evolutionär von Vorteil, wenn die ersten Menschen stets danach strebten, ihre Sammlungen zu vervollständigen. Wenn man einen Baum voller Äpfel fand, dann ließ man nicht die Hälfte davon hängen und ging wieder heim.

Lootboxen geben dem Spieler außerdem einen Adrenalin-Rausch, der ähnlich sein dürfte wie bei eine prähistorischen Jagd. Man weiß nicht ob man gewinnt, wenn man dran bleibt, steigen aber die Chancen.

Fazit
Loot Crate Systeme, wie die bei Star Wars: Battlefront II, sprechen uns also auf sehr tiefer Ebene an. Natürlich gefällt nicht jedem Spieler die Vorstellung, Geld für Inhalte auszugeben aber in den allermeisten Fällen ist das auch gar nicht nötig: Die Systeme funktionieren auch mit In-Game Währung, die man durch Erfolge im Spiel nach und nach erhält.

Dadurch ist die Belohnung gefühlt sogar größer, wenn man Charaktere oder Inhalte auf die herkömmliche Weise freispielt. Andererseits: Manchmal soll es eben schneller gehen. Und wenn die Macht mit den Spielern ist, dann werden sie die zusätzlichen Helden ohnehin innerhalb kürzester Zeit über das Schlachtfeld jagen.
29.11.2017 : XboxFront