Xbox One: Microsoft plant zukunftssichere "Über-Xbox" die durch modulare Hardware-Upgrades erweitert werden kann

Spielkonsolen haben zumindest für die Käufer einen signifikanten Vorteil: während man bei einem Gaming-PC geradezu dazu genötigt wird, die Hardware in regelmäßigen Abständen aufzurüsten, bleibt sie bei Xbox PlayStation & Co. in der Regel eine gesamte Lebensspanne gleich.

Allerdings bietet diese Strategie nicht nur Voteile, denn neue Konsolen müssen so leistungsfähig sein, dass sie auch über Jahre hinweg aufwendige 3D-Grafiken darstellen können. In der Praxis bedeutet dies zumeist, dass sie in der Entwicklung und auch beim Verkaufsstart sündhaft teuer sind und durch den rasend schnellen Fortschritt in der Technik schon bald von Gaming PCs ein- bzw. überholt werden.

Bei Release der Xbox One und PS4 war es übrigens zum ersten mal so, dass sie selbst zum Verkaufsstart nicht mit den teuren Spiele-Maschinen, bei denen in der Regel mehrere Grafikkarten zum Einsatz kommen, mithalten konnten.

Zwar gab es in den vergangenen Generationen bereits Zubehör, das die Leistung erhöhten (zusätzlicher Arbeitsspeicher bei Nintendo64) oder die Funktionen erweiterten (HD-DVD Laufwerk bei der Xbox 360), durchgesetzt haben sich diese zugegeben etwas halbherzigen Hardware-Upgrades jedoch nie.

Für die Zukunft scheint Microsoft aber einen Schritt weiter zu gehen. Im Rahmen des Xbox Spring Showcase Event in San Francisco kündigte Xbox-Chef Phil Spencer in der vergangenen Woche eine neue Vision einer "zukunftssicheren Konsole" an. So möchte man in Zukunft hauseigene Hardware-Innovationen nicht erst bei einem Generationswechsel sondern ähnlich wie beim PC modular anbieten.

Das könnte bedeuten, dass Konsolen in Zukunft nicht nur wie jetzt bei der Xbox One geschehen, abwärtskompatibel sondern auch aufwärtskompatibel sein könnten. Zwar ging Spencer nicht zu weit ins Detail, es ist aber beispielsweise denkbar, dass man nach einigen Jahren bei Bedarf anstatt einer neuen Konsole nur ein neues Grafikmodul erwirbt, welches dann durch das bisherige ausgetauscht wird und es ermöglicht, Spiele in besserer Qualität abzuspielen. Man hat einen neuen 4k-Fernseher erworben? Kein Problem, einfach das passende Grafikmodul für die Xbox nachgekauft und die Auflösung passt.

Sicherlich eine interessante Idee, die unserer Meinung nach auch durchaus Sinn macht, zumal sich Microsoft dadurch klar von der Konkurrenz abheben könnte. Der Elite-Controller hat bereits gezeigt, dass Kunden bereit sind viel Geld für sinnvolles Zubehör auszugeben und wenn man anstatt einer neuen Konsole für 500 Euro eine neues (Elite-)Grafikmodul für 250 Euro erwerben könnte, würde das sicherlich Anklang bei vielen Spielern finden. Doch es würde noch einen weiteren Vorteil geben: Eingabegeräte wie Controller oder Lenkräder würden weiterhin wie gewohnt funktionieren und müssten nicht bei jedem Wechsel neu erworben werden. Auch die zumeist noch funktionsfähigen Bauteile wie Laufwerke, Soundmodule, Netzteile und vieles mehr könnten weiter verwendet werden.

Was haltet ihr von der Idee eine Konsole durch umfangreiche Hardware-Upgrades langlebiger zu gestalten? Gute Idee oder geht gar nicht? Sagt es uns hier in den Kommentaren.
02.03.2016 : Matthias Brems