XboxFRONT: Kommentar: Bravo USK, weiter so!
Es gab mal eine Zeit im Land der Dichter und Denker, da wurden in Videospielen Soldaten gegen Roboter ausgetauscht, Blut war nicht rot sondern grün und Leichen verschwanden nach wenigen Sekunden. In diesen dunklen Zeiten war es außerdem die Regel, dass besonders brutale Spiele erst gar nicht in Deutschland veröffentlicht wurden. Es war eine Zeit großer Aufregung, in der so merkwürdige Bezeichnungen wie „Killerspiele“ die Runde machten.
In den letzten Jahren vollzog sich nun eine wundersame Wandlung. Plötzlich konnten erwachsene Menschen durchaus brutale Spiele wie
God of War oder
Dead Space ganz legal im Media Markt an der Ecke kaufen. Was noch unglaublicher war: diese Spiele erschienen ungeschnitten in Deutschland! Was war geschehen? Was passierte bei der von vielen Spielern so gehassten und verachteten USK? Wieso schafft es ein Spiel wie
Gears of War 3 durch die einst so harten Kontrollen? Die Antwort darauf ist ganz einfach: wer 18 Jahre alt ist, der darf sich Schund, Dreck, brutalen Mist und sinnloses Zeug ansehen! Diese Erkenntnis scheint sich auch bei der USK durchgesetzt zu haben.
Spiele wie
Gears of War 3 mögen teilweise geschmacklos sein, aber in unserer pluralistischen Gesellschaft muss man Erwachsenen einfach zugestehen, dass sie sich diese Geschmacklosigkeit ansehen dürfen. Es geht hier gar nicht darum, was man für gut oder schlecht hält, sondern schlicht darum, was man einem 18-Jährigen, der ein Auto fahren und wählen darf, zumuten kann. Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen werde, aber nun ist es soweit: USK, ihr macht einen tollen Job. Weiter so!
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13.07.2011 : Stefan Grund