XboxFRONT: Kommentar: "Hallo Herr Capps… geht’s noch???"
Es gibt sie immer noch, die Kommentare, die dem Fass den Boden ausschlagen! Wie
Mike Capps, seines Zeichens 'President von Epic Games', festgestellt hat, hat die Spieleindustrie „ein Problem“ mit Gebrauchtspielen. In einem kürzlich veröffentlichten Statement beschwert sich Capps darüber, dass fast doppelt so viele Spieler Gears Of War gespielt haben, wie offiziell Einheiten abgesetzt werden konnten
(wir berichteten).
Der Schuldige ist selbstverständlich schnell gefunden: Die bösen Käufer lassen ihre 70 Euro teuren Spiele nach durchschnittlich 6 Stunden Spielspaß nicht im heimischen Regal verschimmeln oder schmeißen sie nach Jahren einfach in den gelben Sack, nein, sie verleihen sie oder noch schlimmer:
Der Mob vertickt die Spiele weiter… So ein SKANDAL!
Wir rechnen einmal zusammen: Bereits Anfang Januar 2007, also keine zwei Monate nach Verkaufsstart, meldete Epic bereits
über drei Millionen verkaufte Einheiten des hierzulande indizierten Titels! Leider wurden die Erfolgsmeldungen danach nicht weitergeführt, dennoch dürften sich diese Zahlen bislang weit mehr als verdoppelt haben. Dennoch, Herrn Capps scheinen diese Absatzzahlen nicht zu reichen und bevor man sich selbst erst einmal an die Nase greift, sucht man die Schuldigen in der Kundschaft.
Nur was kann getan werden, damit die Leute wieder vermehrt zur deutlich teureren Neuware greifen? Auch dafür haben Capps und seine Entwickler schon eine mögliche Lösung gefunden: Wer mit einem Gebrauchtspiel gegen einen Endgegner antreten will, soll beispielsweise
einen „kleinen Obolus“ von USD 20.- an die Entwickler abdrücken. Damit der Spielfluss nicht gestört wird, geht das Ganze dann „on the fly“ via Onlineanbindung und Kreditkarte von Statten.
Hallo Herr Capps… geht’s noch???
Da es zu diesem Thema sicherlich Diskussionsbedarf gibt, könnt ihr eure Meinung hier loswerden:
XboxFront Kommentar: Hallo Herr Capps… geht’s noch???
10.11.2008 : Matthias Brems