Xbox 360: Steigende Softwarepreise: Schmerzgrenze erreicht?

Denken wir einmal zurück an die Anfangsgeschichte unserer geliebten Xbox. Spielepreise von bis zu 69,- Euro waren keine Seltenheit und leerten die Geldbörsen der noch wenigen XBox-Zocker. Mittlerweile haben sich die Preise auf 50-60 Euro eingependelt und der Markt erlebte einen Absatzzuwachs. Nun rückt die nächste Konsolengeneration immer näher, folglich sind neue Preisgerüchte entfacht. Wieder wird von cirka Euro 70,- (zu Erinnerung: ca. DM 140.-) gesprochen, die für kommende Top Titel bezahlt werden sollen. Weniger gute Spiele sollen dann angeblich auch weniger kosten. Der Grund für die Preiserhöhungen sollen schlicht und ergreifend wieder einmal steigende Entwicklungskosten sein.

Das Problem der zu hohen Softwarepreise scheint aber nicht nur die Spielergemeinde zu beunruhigen. Cliff Bleszinski von Epic Games meldete sich diesbezüglich auf seiner Website zu Wort. Seiner Meinung nach sind die Preise für Video- und Computerspiele ebenfalls viel zu hoch. Selbst 50 Dollar stellen für ihn eine zu große Schwelle dar, die viele potentielle Käufer abschreckt. Ein Preis um 20 Dollar wäre seiner Meinung nach sehr viel attraktiver. Die Spiele-Entwickler sollten sich in Zukunft mehr darauf konzentrieren, Wege zu finden, die Gruppe der Käufer zu vergrößern und die Spiele einstiegsfreundlicher zu machen. Dadurch könnte man insgesamt mehr Exemplare absetzen und die Preise senken.

Wir sind ebenfalls der Meinung, dass durch eine Senkung des Preises auf lange Sicht hin wesentlich mehr Software verkauft werden würde, denn wer würde sich eine billige Raubkopie aus dem Netz saugen, wenn es das Originalspiel mit Booklet etc. für unter 20 Euro geben würde. Eine Möglichkeit, stufenweise dorthin zu gelangen, wäre z.B. wenn Hersteller vorerst nur einige ihrer Titel günstiger anbieten würden. Damit meinen wir natürlich keine B-Titel, sondern Vollpreisprodukte.

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22.03.2005 : Michael Keultjes