News: Starker Zusammenhang zwischen Videospielen und Gewalt
Nach vielen Diskussionen und Theorien zum Thema gewalttätige Videospiel und tatsächlicher Gewalt im wirklichen Leben, gibt es nun erst eindeutige Ergebnisse. Eine Studie der Universität Michigan hat ergeben, dass gewalttätige Videospiele einen stärkeren Einfluss auf aggressives Verhalten haben als einem Leben in Armut oder einem schlechten Elternhaus.
Brad Bushman, Professor für Psychologie und Kommunikation, ist der Überzeugung, dass die Wechselbeziehung zwischen Gewalt und gewalttätigen Videospielen größer ist als vergleichsweise die Ansteckung von HIV bei der Benutzung eines Kondoms oder dem Passivrauchen und der Erkrankung von Lungenkrebs. Bushmann sagte:
„Das Spielen von gewalttätigen Videospielen, besonders dem von Ego-Shootern, verursacht ein höheres Gesamtpotenzial als wenn man sich einen gewalttätigen Film ansieht.“
Bushmann untersucht seit 2003 mit dem
Psycologen L. Rowell Huesmann die Auswirkung von Gewalt durch die Medien. Husemann selbst untersucht dieses Phänomen seit 1992. Bei seinen Studien beobachtete er Kinder über längere Zeit um ihr Verhalten zu untersuchen. Er kommt zu der Schlussfolgerung, dass man sich beim Spielen von brutalen Videospielen mit dem Charakter identifiziert und dass man für Gewalt belohnt würde. Der Zuwachs an Gewalt so somit fortlaufend.
Auch ist die Gefahr bei Kindern, die schon früh mit Gewalt in Videospiel in Kontakt kämen, höher im Erwachsenenalter selbst gewalttätig zu werden, unabhängig vom Geschlecht und dem sozialen Hintergrund.
Quelle
29.11.2007 : Stefan Grund