News: Enttäuschung für Günther Beckstein
So langsam scheint
Günther Beckstein(CSU) die Geduld in seinem Kampf für ein Verbot von sogenannten "Killerspielen " zu verlieren. Wie die Kollegen von
Gamestar berichten, äußerte sich der bayerische Innenminister enttäuscht über die Anhörung im Unterausschuss Neue Medien des Bundestages zum Thema gewaltverherrlichende Spiele, die letzten Donnerstag statt fand. Bei dieser scheiterte Christian Pfeiffer (bekannt aus Funk und Fernsehen) vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen mit seiner Herstellungsverbots-Idee. Beckstein dazu:
Das Verbot von Killerspielen ist Bestandteil des Koalitionsvertrags. Dessen Inhalt kann nicht von einzelnen Koalitionsverträgen nach einem einzigen Expertengespräch ausgehebelt werden. Ich lege großen Wert darauf, dass der Koalitionsvertrag auch in diesem Punkt eingehalten wird.
Bayern hat ein Gesetz, das ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Killerspielen zum Gegenstand hat, in den Bundesrat eingebracht. Dieser Gesetzentwurf ist im Bundesrat anhängig und dort weiter zu behandeln. Äußerungen einzelner Bundestagsabgeordneter, wonach zwischen Gewalt verherrlichenden Computerspielen und Gewaltbereitschaft kein Zusammenhang besteht, sind mir unverständlich. Von den Amokläufen von Erfurt bis Emsdetten zieht sich die blutige Spur der durch den Konsum solcher Computerspiele ausgelösten Gewalt. Davor dürfen Politiker nicht die Augen verschließen.
Leider hatten die Damen und Herren bei den Koalitionsverhandlung vergessen, sich auf eine genaue Definition von "Killerspielen" zu einigen. Und ohne eine genau Definition, kann auch nichts verboten werden. Fortsetzung folgt.
30.04.2007 : Stefan Grund