News: Unlimited Detail Render Engine: Fluch oder Segen?

Bereits vor knapp einem Jahr machte das US-Unternehmen Euclideon erstmals von sich Reden. Der Grund dafür war die Ankündigung einer neuen Render-Technologie, die es in naher Zukunft ermöglichen soll, unendlich viele Details in Videospielen darstelle zu können. Was sich noch wie Zukunftsmusik anhört, funktioniert scheinbar schon heute.

Das von Euclideon nach eigenen Angaben selbst entwickelte Verfahren nennt sich Unlimited-Detail-Real-Time-Rendering-Technology und kann laut der Entwickler genau das, was der Name vermuten lässt. Gegenüber der herkömmlichen Technologie, bei der Vielecke, so genannte "Polygone", zum Einsatz kommen, baut das neue Verfahren auf Voxel-Point-Clouds, die die Entwickler als "3D-Atome" bezeichnen.

Diese 3D-Atome sollen in nahezu unbegrenzter Anzahl zur Verfügung stehen und Echtzeit-Grafiken ermöglichen, die bis dato mit den kommerziellen Rendertechniken unmöglich sind. Darüber hinaus soll man reale Gegenstände einfach mit einen 3D-Scanner abtasten und mit unglaublichen hohem Detailgrad digital abbilden können.

Was die neue Technologie kann und wie die Grafik in Videospielen von morgen aussehen könnte, zeigt folgender beeindruckender Clip:



Mittlerweile häufen sich die jedoch kritischen Stimmen gegenüber der neuen Technologie. Der Minecraft-Schöpfer Markus "Notch" Persson behauptet derweil, die Präsentation wäre nicht weiter als "Betrug". Es wäre nicht möglich, dass eine digitale Welt aus einzigartigen Elementen bestünde, da sonst der Arbeitsspeicher schnell überlaufen würde. Laut Persson sei es ersichtlich, dass der hohe Detailgrad lediglich auf den wiederholten Einsatz gleicher Strukturen zurückzuführen sei.

Die Voxel-Technologie sei darüber hinaus ein wahrer "Albtraum" für alle Entwickler, da ein entsprechend schneller Algorithmus zur Verarbeitung der Datenmengen bislang noch fehlt. Sollte dieser gefunden sein, muss man es erst einmal schaffen, mit einer gigantischen Datenmenge umzugehen. Perrson verwies auch darauf, dass diese Technologie keinesfalls neu sei. Bereits in den 90er Jahren arbeitete Duke Nukem 3D-Entwickler Ken Silverman an dieser Art der 3D-Darstellung.

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03.08.2011 : Matthias Brems