News: Entwickler behauptet: Gebrauchtspiele sind "legaler Diebstahl"
Dass die Industrie an Gebrauchtspielen keinen müden Cent verdient ist schon seit jeher ein Dorn in den Augen der Hersteller und treibt diese immer wieder zu wahnwitzigen Vergleichen. In einem aktuellen Interview behauptet Michael Schmalz, Chef des kanadischen Studios Digital Extremes, dass der Second Hand-Markt mit Gebrauchtspielen eine Art
"legaler Diebstahl" an den Entwicklern und Publishern ist.
"Der Handel mit gebrauchten Spielen ist im Grunde genommen legaler Diebstahl. Wir Entwickler sehen da keinen Cent mehr von unserem Produkten. Es kann nicht angehen, dass ein Call of Duty bei GameStop teilweise bis zu zehnmal getauscht wird. Die Händler verdienen so an unserer Arbeit, und das zu 100% Prozent."
Er sieht damit die Entwickler sehr unter Druck gesetzt, da ein geflopptes Spiel dadurch das Aus des Studios besiegeln könnte, weil keinerlei Platz für Experimente bei der Entwicklung möglich sind. Schmalz wisse durchaus, dass viele nur das Geld für einen neuen Titel ausgeben, weil sie genau wissen, dass sie mindestens 50 Prozent oder auch mehr davon zurückbekommen.
Seinerseits würde er gerne eine "Schutzzeit" einführen, so dass neue Spiele zum Beispiel erst nach sechs Monaten getauscht oder weiterverkauft werden dürften.
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27.06.2011 : Thomas Brüser