News: Mitarbeiter-Interview: Deshalb wurde Bizarre Creations dicht gemacht!
Die
Schließung des PGR-Entwicklers
Bizarre Creations hat nicht nur unsere Leser tief getroffen, weltweit sitzt der Schock tiefer als erwartet. Gareth Wilson, ehemaliger Chef-Designer bei Bizarre Creations hat nun in einem Interview erstmals über die Gründe der Schließung gesprochen. Als Hauptgrund nennt Gareth eine
"Verkettung unglücklicher Umstände" beim Release des Racers
Blur.
"Das Umfeld der Branche hat sich massiv verändert, seit Bizarre Creations übernommen wurde. Speziell am Anfang einer neuen Franchise merkt man in diesem Konsolen-Zyklus und der derzeit wirtschaftlichen Situation, dass die Spieler nicht so bereit sind, ein Risiko einzugehen," so der Ex-Mitarbeiter gegenüber Eurogamer.
Weiterhin sei der Releasezeitpunkt ein großes Problem gewesen. Man schickte Blur gegen die genrekonkurrenten
ModNation Racers und
Split/Second ins Rennen. Gareth sieht darin den Grund, dass man in der ersten US-Verkaufswoche nur magere 31.000 Exemplare absetzten konnte.
“Der Releasetermin hat uns wahrscheinlich nicht unbedingt geholfen. Aber der perfekte Zeitpunkt, um zwei oder drei Millionen Exemplare abzusetzen, ist immer schwieriger zu finden. Entweder brechen Spiele aus und verkaufen sich gleich mehr als vier Millionen Mal oder sich tun sich sehr schwer, diesen Punkt zu erreichen. Zudem hat auch die Qualität spürbar angezogen. Wisst ihr, dass 2010 mehr 80 Prozent-Titel veröffentlicht wurden, als in all den Jahren zuvor?”
In unserem
Test erreichte Blur übrigens mit 81% eine durchaus gute Bewertung, konnte sich aber gegen
Split/Second (84%) oder
ModNation Racers (88%) nicht durchsetzen.
Dass langjährige Entwicklerstudios keinesfalls vor einem Bankrott gefeit sind, zeigte erst kürzlich die
Schließung von Bomberman-Macher Hudson Entertainment.
24.02.2011 : Matthias Brems