News: Innnenminister schieben Schulschwänzern den Riegel vor
Morgens, Halb Acht in Deutschland: „Klaus und Egon Müller“ beschließen anstatt zur Schule zu gehen, lieber ihrer Lieblingsbeschäftigung zu frönen: Videospiele. Und da ja bekanntlich daheim die Gefahr des Schwänzens erwischt zu werden groß ist, pilgern die beiden in den nächstbesten Elektrofachmarkt, um in Guitar Hero 3 eine Runde in die Saiten zu hauen.
Stop, dafür plädiert nun die Bund-Länder- Arbeitsgruppe zur Jugendgewalt an die Innenministerkonferenz (IMK), die diese Woche in Bad Saarow tagt, und will derartigen Szenarien künftig den Riegel vorschieben.
Was bei vereinzelten Elektrofachmärkten bereits aus eigenem Ermessen in die Tat umgesetzt wurde, wollen die Innensenatoren künftig flächendeckend durchsetzen. Hamburgs Innensenator Udo Nagel dazu:
„Die Innenministerien der Länder sollten mit den großen Kaufhäusern und Elektronikmärkten vereinbaren, dass Spielkonsolen erst nach der Schulzeit ab 15 Uhr freigeschaltet werden. Schulschwänzertum kann der Beginn einer kriminellen Karriere sein. Deshalb muss man hier konsequent einschreiten.“
In Zukunft wolle man laut Nagel enger mit den örtlichen Polizeibehörden zusammenarbeiten, um Schulschwänzern gezielt auf die Schliche zu kommen.
Quelle:
Welt.de
15.04.2008 : Patrick Schröder