Microsoft: Sony schießt auf Microsoft
Die Kollegen von
K-Videogames.de berichten über den weiteren Verlauf des Konsolen-Krieges. So führten die amerikanischen Kollegen von
TheStreet ein Interview mit Jack Tretton, dem stellvertretenden leitenden Geschäftführer von Sony Amerika. Er schießt darin in Richtung Microsoft, indem er als Kaufgrund den Preis der Playstation 3 angibt:
„Wenn Preis der einzige Faktor ist, dann haben wir den (Konsolen-)Krieg schon gewonnen, denn wir haben eine PlayStation 2 für 129 Dollar, die heute die Xbox 360 bei den Verkäufen überflügelt. Wenn man sich zudem die Kosten der Komponenten und - viel wichtiger - deren Wert für den Konsumenten ansieht, hat man bei der Xbox 360 für 399 Dollar alles in einem Kasten; und trotzdem bietet sie nicht so viel wie eine PlayStation 3 für 499 Dollar.“
Jack Tretton beunruhigt dennoch, dass Microsoft anscheinend keine Probleme hat, hohe finanzielle Verluste in Kauf zu nehmen:
„Es steht außer Frage, dass sie eine höhere Schmerzgrenze haben. Ich denke die meisten Firmen würden sich die Frage stellen, ob sie wirklich in dieses Geschäft gehören, wenn sie wie Microsoft mit der Xbox Millionen in den Sand gesetzt hätten. Offensichtlich haben sie einen anderen Maßstab für Erfolg.“
Eine Einschätzung, wann Sony mit der PlayStation 3 Gewinn machen wird, wollte Tretton nicht geben. Sony ist aber eher an einem weltweiten Erfolg gelegen, um die Vormachtstellung im Videokonsolenbereich auszubauen.
23.06.2006 : Patrick Schröder