Microsoft: 900(!) Million Dollar Baby

Branchenriese Microsoft prügelt sich mal wieder mit der EU-Kommision herum. Ganz so locker, wie sich das im erstem Moment anhört, ist es aber mit Nichten, denn der Redmonder Konzern muss voraussichtlich einmal mehr tief in die Tasche greifen und eine Kartellstrafe von "schmalen" 899 Millionen Euro hinblättern.

Wie der Deutsche Nachrichtensender N-TV heute meldet, geht es bei der Strafe um europäische Auflagen des Jahres 2004, die Microsoft bis zum Einhaltungszeitraum im November 2007 nicht erfüllt hat. Der Stein des Anstoßes sind dabei "unangemessen hohe Preise für Schnittstelleninformationen, die andere Hersteller zur Vernetzung ihrer Produkte mit Microsoft-Programmen brauchen".

Microsoft selbst sieht das natürlich entsprechend anders und ist der Meinung, die Auflagen vollends erfüllt zu haben. Die logische Konsequenz: Der Beschluss wird erst noch einmal intern überprüft.

Insgesamt hat die EU-Kommission Microsoft mittlerweile mit Geldbußen von über 1,68 Milliarden Euro belegt. Der US-Konzern ist das erste Unternehmen, gegen das die Kommission ein Zwangsgeld wegen der Nichteinhaltung einer Kartellentscheidung verhängt hat.
28.02.2008 : Matthias Brems