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Gun
 
Titel Gun
System Microsoft Xbox 360
Genre Action
XBL Ja
Sprache Deutsch
Spieler 1
USK 16
Release erhältlich
Homepage gunthegame.com
   
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Gun - Test 17.12.2005

  Test | Fazit/Wertung Test von M. Keultjes     
   
 


Was haben John Wayne, Gary Cooper und Clint Eastwood gemeinsam? Richtig, es handelt sich bei jedem der Drei um einen bekannten Hollywoodstar, der sich insbesondere im Western-Genre einen Namen machte. Die unverwechselbare Atmosphäre des wilden Westens der Kinofilme möchte Tony Hawk-Entwicklerstudio Neversoft nun im Xbox und Xbox 360 Actiontitel Gun festhalten. Wir verraten euch in unserem Test beider Versionen, ob sich ein Ausritt in die weite Prärie lohnt oder das Spiel eher an den Galgen gehört.


Gestatten Colton, Colton White!

In der Rolle von Revolverheld Colton White, dem Held des Spiels, werdet ihr auf einer Wiese im Schatten einiger Bäume liegend von eurem Vater „Ned“ aus dem Schlaf gerissen. Dieser führt euch auf ein offnes Feld und macht euch mit dem Umgang eurer Pistole und der restlichen Bedienung vertraut. Gesteuert wird aus einer 3rd-Person-Ansicht. Der linke Mini-Stick dient zum Bewegen eurer Spielfigur, der Rechte zum zielen. Mit dem rechten Schultertrigger zieht und feuert ihr eure Waffe. Neben dem normalen Feuermodus wechselt ihr über den rechten Bumper (Xbox 360), bzw. „Y“ (Xbox) in einen begrenzten Zeitlupenmodus, der euch genaueres Zielen ermöglicht. Die dazugehörige „Schnellziehleiste“ lädt sich immer dann auf, wenn ihr einen Feind bezwingt und nimmt ab, solange ihr den Zeitlupenmodus einsetzt. Max Payne und Neo lassen grüßen.

Habt ihr diese einfache Übung gemeistert, setzt ihr euch im Tutorial außerdem gegen ein Rudel Wölfe zur Wehr und macht danach noch einem riesigen Grizzlybären den Gar aus. Die Struktur dieser Einleitungsaufgaben spiegelt den Aufbau vieler Missionen wieder, welche euch im Laufe des Spiels zwangsläufig erwarten. Begebt euch zu einem Ort, kämpft dort gegen zahlreiche Feinde und stellt euch dann einem stärkeren Zwischengegner, lautet meist die Devise. Doch zurück zur Geschichte: Zusammen mit eurem „Vater“ begebt ihr euch auf ein kleines Schiff, wo euch bereits eine aufreizende junge Dame erwartet, die zusammen mit eurem Vater in einer Kabine verschwindet. Scheinbar haben die beiden etwas zu verbergen. Von der Situation etwas verwirrt, werdet ihr von einem mysteriösen Prediger angesprochen, der euch und eure Künste mit dem Colt lobt.

Ihr traut der Sache nicht und behaltet ihn im Auge. Nicht ohne Grund. Kurze Zeit später seht ihr den Unbekannten zusammen mit der Dame, die zuvor mit eurem Vater in der Kabine verschwunden war, streitend auf dem Bug stehen. Das Nächste, was ihr seht ist, wie das Fräulein ein Beil vom Unbekannten in den Hinterkopf geworfen bekommt. Nun stürmen zahlreiche Feinde aufs Boot, denen ihr mit bleihaltiger Unterstützung entgegen tretet. Als die Situation eskaliert, drückt euch Ned ein merkwürdiges Medaillon in die Hand und gibt euch zu verstehen, dass ihr nach Dodge City reisen und dort ein Mädchen namens Jenny treffen sollt. Nebenbei erzählt er euch ebenfalls, dass er nicht euer leiblicher Vater ist. Er schubst euch von Deck, der Kahn explodiert und euch wird schwarz vor Augen. An dieser Stelle beginnt die richtige Geschichte von „Gun“. Ihr stürzt euch in ein Abenteuer voller Gewalt, Intrigen, Misstrauen, Gier und Verrat und zieht gegen Hauptbösewicht Thomas Magruder und seine Untertanen in den Krieg.


Hoch zu Ross

Im weiteren Spielverlauf begebt ihr euch auf die Suche nach eurem wahren Vater, werdet näher mit der rauen Persönlichkeit von „Colton White“ und seiner Vergangenheit vertraut und lernt mysteriöse, für Western typische, bzw. sehr klischeehafte Figuren kennen, die euch teils zur Seite stehen, teils nach eurem Kopf Ausschau halten. Des Weiteren wird euch frühzeitig der Umgang mit Pferden gelehrt, so dass ihr euch ähnlich wie in GTA Autos, jederzeit umherstreifenden Rössern bemächtigen könnt. Auch weitere Teile des Spiels ähneln der beliebten Action-Reihe von Rockstar Games.

Es steht euch beispielsweise frei wohin ihr gehen, und welcher Mission ihr euch als nächstes zuwenden möchtet. So könnt ihr einerseits dem reizvollen Hauptquest folgen, dessen Finale nach cirka 6-8 Stunden erreicht ist. Hier müsst ihr verschiedenen Anhaltspunkten folgen, die euch den Weg durch die Story bahnen. Mal gilt es, einen Kutschenwagen auf seinem Weg in die nächste Stadt zu eskortieren und sich dabei die hiesigen Indianer vom Leib zu halten; ein anderes Mal müsst ihr einen Tunnel zum Einsturz bringen, um eine heranrollende Eisenbahn zum Stillstand zu bringen, während ihr sogar irgendwann einen Angriff auf die Stadt „Empire“ wagt oder aus dem Knast ausbrecht. Oftmals seid ihr auch auf die Hilfe von Mitstreitern angewiesen, die euch den Rücken freihalten, allerdings auch beschützt werden müssen. Neversoft hat sich wirklich viel Mühe gegeben, die Missionen so authentisch und abwechslungsreich wie nur möglich zu gestalten.

Andererseits warten ebenfalls unterschiedliche Nebenquests auf euch. Seid ihr in einer neuen Stadt angekommen, dürft ihr euch beispielsweise auf eurem Pferd unter Zeitdruck als Dienstbote beweisen, das Kopfgeld für kriminelle Schurken eintreiben, Farmern dabei helfen, ihr Vieh einzutreiben, eure Spitzhacke schultern und nach Gold schürfen, im Saloon beim Pokern Gold dazu verdienen, dem örtlichen Sheriff als Deputy unter die Arme greifen, Jagd auf Wild machen oder auch entführte Geiseln befreien. Langeweile? Fehlanzeige!


Spiel mir das Lied vom Tod

Um sowohl Haupt- als auch Nebenaufgaben erfolgreich zu absolvieren, lässt sich der Einsatz von Waffen fast nicht vermeiden. Deshalb steht euch ein umfangreiches Repertoire an unterschiedlichen Pistolen, Gewehren, Schrotflinten, Bögen, Messern und Sprengkörpern zur Verfügung. An bestimmten Stellen übernehmt ihr zudem die Kontrolle über verschiedene Geschütze wie eine Kanone, die besonders viel Schaden anrichten. Das breite Arsenal lässt sich außerdem bei Händlern aufrüsten. Neben Entlohnungen in Form von Gold steigern sich nach Abschluss vieler Missionen auch die Fähigkeiten eures Helden. Heil-(Lebensenergie wird durch einen kräftigen Schluck Whiskey aufgefüllt), Waffen- sowie Reitfähigkeiten werden automatisch verbessert.

Abgesehen vom einwandfreien Gameplay ist ebenfalls die wirklich packende Atmosphäre hervorzuheben. Schnell habt ihr euch in die Rolle des Colton White eingelebt und spürt echtes Westernfeeling, wenn ihr der untergehenden Abendsonne entgegen reitet oder euren Widersachern in den zahlreichen Gefechten zeigt, was eine Harke ist. Die tolle Inszenierung der verschiedenen Missionen vermittelt den Eindruck, selbst in einem der vielen Western-Filmen zu sein. Leider sind die Aufgaben sehr linear gestaltet, so dass es keine unterschiedlichen Lösungswege gibt. Ebenfalls negativ fällt die recht leblose Spielwelt auf, in der ihr euch befindet. So actionreich Schussgefechte und Reiteinlagen auch sind, lassen sich die leer gefegten Straßen und Gassen in den lediglich 2 großen Städten genauso wenig verleugnen, wie die triste Natur, die ihr durchquert.


Technisch altbacken

Wer ein optisches Wunderwerk erwartet, wird enttäuscht. Abgesehen von wirklich coolen Animationen, die besonders auf den Pferden ins Auge fallen, und der hohen Weitsicht, wird grafisch nicht die Qualität des restlichen Spiels gehalten. So trefft ihr zwar auf unterschiedliche Landschaftsbilder und Gegenden, diese sind aber recht lieblos gestaltet und betteln geradezu um mehr Details. Xbox und NextGen-Variante unterscheiden sich nur unwesentlich. Abgesehen von ein paar schärferen Texturen und der HDTV-Anpassung auf der Xbox 360 sehen beide Versionen identisch aus. Dafür läuft das Spiel jederzeit flüssig und verzichtet auf zwischenzeitliche Ladezeiten.

Audiokulisse und Synchronisation können sich hingegen wirklich sehen lassen. Stimmige Western-Töne untermalen die krachenden Schussgefechte, die durch eure Boxen jagen, während engagierte Sprecher die in Spielgrafik gehaltenen Zwischensequenzen besonders hervorheben. Leider wurde auf eine deutsche Sprachausgabe verzichtet, so dass ihr euch auf Untertitel oder eure Englischkenntnisse verlassen müsst.




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  Test | Fazit/Wertung  

Übersicht

  TEST / VORABTEST
17.12.2005Gun - Test

TIPPS & TRICKS
25.02.2008Gun - Freischaltbares

NEWS
19.12.2005Gun - Review online (Xbox&Xbox 360-Version)

 

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