| |

Mit der Ankündigung des Titels "Der Herr der Ringe: Das 3. Zeitalter", ging der Wunsch vieler Fans in Erfüllung. Ein Rollenspiel, welches auf Tolkiens "Der Herr der Ringe" basiert. Ob das Spiel den Erwartungen gerecht wird, lest ihr hier....
Wo sind denn Aragorn und Co?
Da es wenig spannend wäre, die Story des Films erneut nachzuspielen, entschied sich EA dafür, nicht den Weg der 9 Gefährten zu erzählen, sondern dem Spieler die Steuerung anderer Helden, welche den Gefährten folgen, übernehmen zu lassen.
Man besucht dieselben Schauplätze wie die Helden der Filme, jedoch aus anderer Perspektive. Zwar erlebt man dadurch so manche Überraschung, jedoch setzt sich das Spiel leider nicht allzu sehr von der bekannten Story ab.
Man bestreitet das Spiel mit einem Gondorianer namens Berethor, im weitern Spielverlauf stoßen eine Elbin, ein Zwerg, ein Waldläufer und zwei weitere Menschen zur Gruppe hinzu.
An bestimmten Schlüsselpunkten, kämpft man Seite an Seite mit einem Helden des Films. Beispielsweise trifft man in Moria auf Gandalf und hilft ihm im Kampf gegen den Balrog.
Das kommt mir doch bekannt vor...
Wer einmal ein Spiel aus der Final Fantasy Reihe gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen, denn es wurde fast alles aus dieser Reihe übernommen. Man bewegt seinen Charakter durch vorgegebene Pfade, am oberen rechten Bildrand befindet sich ein Radar, welches die nähere Umgebung zeigt. Leider hat man sehr wenig Freiraum beim Erkunden der Umgebung. Die Wege sind klar vorgegeben, man selbst darf nicht entscheiden, welchen Weg man einschlägt.
Die Gegner sind nicht auf der Karte zu sehen, die Kämpfe werden durch Zufall ermittelt. Am oberen linken Bildschirmrand befindet sich eine Anzeige, welche aufleuchtet wenn sich Gegner in der Nähe befinden. Trifft man auf einen Gegner, schaltet das Spiel in den Kampfbildschirm. Gerade hier macht sich das Klauen bei der Final Fantasy Reihe stark bemerkbar. Gekämpft wird mit 3 Helden, während des Kampfes kann man diese aber durch Knopfdruck gegen einen anderen Helden auswechseln ohne dabei einen Zug zu verlieren.
Am rechten Bildschirmrand befindet sich ein Indikator, auf welchem man sieht, welche Figur den nächsten Zug erhält.
In einem Menü wählt man aus wie der Charakter angreifen soll. Jeder der Helden bietet besondere Eigenschaften. Während der Zwerg ein sehr robuster Nahkämpfer ist, so ist der Waldläufer ein begnadeter Bogenschütze.
Nach erfolgreichem Kampf werden den Helden Erfahrungspunkte gutgeschrieben, welche sie stärker machen. Mit einer bestimmten Anzahl Erfahrungspunkten steigen die Helden auf und man darf ihre Attribute wie Stärke oder Magie verbessern.
Jedoch bietet das Levelsystem nicht die Freiheit des Final Fantasy-Titels. Die Stärken der Helden sind vorgegeben, man kann diese Stärken nur weiter ausbauen.
Die Spezialattacken verbessern sich durch häufiges Verwenden automatisch. Benutzt man beispielsweise den Heilzauber der Elbin oft, wird dieser auch schneller effektiver.
Im Allgemeinen sind die Interaktionsmöglichkeiten sehr gering ausgefallen. Die Entwickler warfen jeglichen Ballast ab und beschränkten sich hauptsächlich auf die effektvollen Kämpfe. Gespräche mit anderen Personen sind Fehlanzeige, so wie auch auf anspruchsvolle Rätsel verzichtet wurde.
Die Charaktertiefe ist für ein Rollenspiel erschreckend gering ausgefallen. Dialoge der Helden werden nur sehr selten geboten und fallen meist sehr kurz und oberflächlich aus.
Zwar wird die Vergangenheit Berethors etwas vertieft, den anderen Helden wird aber leider kaum Beachtung geschenkt.
Rüstungen und Heiltränke erhält man in Kämpfen oder findet sie in versteckten Schatztruhen, die Möglichkeit in Shops einzukaufen gibt es nicht.
Sehr löblich ist die Tatsache, dass man angelegte Rüstungsteile sofort am Charakter sieht, was den Spieler zu einem regelrechten Sammelwahn anspornen lässt.
Die Grafik
Grafisch bietet das Spiel einiges. Die Angriffe werden durch sehr schöne Effekte unterlegt und stehen den effektgeladenen Final Fantasy-Kämpfen in nichts nach. Die Charaktere sind detailliert gestaltet und bieten wenig Grund zur Kritik, selbst die Rüstungen wurden sehr schön gestaltet.
Leider wurde im Gegensatz dazu die Umgebung sehr schlicht gehalten. Zwar erkennt man die Schauplätze wieder, diese wurden jedoch recht trist gestaltet.
Die Laufanimationen wirken sehr hölzern, dies stört aber nicht allzu sehr, da die Kampfanimationen dafür sehr schön anzusehen sind. Jeder Angriff wird durch eine effektgespickte Animation unterlegt.
Der Sound
Wie auch schon in den vorangegangen "Der Herr der Ringe"-Versoftungen, ist der Sound bombastisch geworden. Die Filmmusik trägt viel zur Atmosphäre bei und passt sehr gut zum Geschehen. Die Kämpfe werden von Kampfgeschrei und Zaubereffekten sehr glaubhaft unterlegt.
Die Zwischensequenzen wurden von den original Sprechern vertont und bieten somit wenig Grund zur Kritik.
Jetzt diesen Artikel bestellen
Diesen Artikel im Forum diskutieren |
|