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Nachdem ihr am Anfang des Games nach zu brutaler Vorgehensweise euren Job beim M.I.6 verloren habt, bleibt euch wenigstens der Gang zum Arbeitsamt erspart. Denn der gute, alte Goldfinger kann ehemalige doppel-null Agenten gut in seiner Organisation gebrauchen. Nachdem Ihr euch in eurer letzten M.I.6-Mission verletzt habt, bekommt Ihr direkt ein künstliches goldenes Auge verpasst und seid nun eine Art Superagent. Natürlich hilft euch Goldfinger nicht aus reiner Höflichkeit, sondern erwartet, dass ihr für ihn Dr. No aus dem Weg räumt. Nun seid Ihr auch schon mitten drin...
Wo ist das Bondflair???
Wie man sich schon denken kann, dient das künstliche Auge nicht der Schönheit. Ihr könnt damit aus sicherer Entfernung Schalter bedienen, durch Wände sehen, durch elektrische Impulse die Waffen eurer Gegner ausschalten oder auch kurzzeitig ein Schutzschild um euch herum stellen, sodass die Kugeln eurer Gegner euch nichts anhaben können. Als ob der M.I.6-Bastler Q es entworfen hätte.
Wo wir gerade von Q sprachen, kommen wir mal zu den Waffen:
Actionfans kommen bei diesen Waffen in jedem Fall auf ihre Kosten. Ihr könnt zwischen einem Raketenwerfer, einer Shotgun, einer Minigun und weiteren wählen. Der Clou bei den Waffen ist, dass Ihr jede Waffe in allen möglichen Kombinationen als Dualwaffen benutzen könnt. Zum Beispiel habt Ihr in der rechten Hand die Shotgun, und gleichzeitig in der linken Hand die Uzi. Was allerdings wie bei Halo etwas dürftig ausfällt ist, dass man maximal zwei Waffen und ein paar Granaten tragen kann.
Reden wir über das Gameplay
Nach leider nur wenigen Shooter-Stunden, lässt die Spannung etwas nach. Denn unterschiedliche Gegner lassen recht lange auf sich warten. Ihr kämpft meistens gegen Soldaten in verschiedenen Uniformen. Die können zwar nach und nach etwas mehr vertragen, überraschen aber ansonsten nicht besonders durch ihre Fähigkeiten. Auch Goldeneyes Handeln ist nicht besonders mitreissend. Obwohl man nach einem Überläufer vom Guten zum Bösen, etwas mehr Bösartiges erwarten dürfte. Aber danach sucht Ihr hier vergebens. Ihr ballert einfach (wie in anderen Shootern), was das Zeug hält auf eure Gegner ein. Und zwar den ganzen Tag.
Man hätte aus der Geschichte des Überläufers meiner Meinung nach etwas mehr herausholen können. Also kann man sagen, dass dieser Titel nicht mit den anderen Bond-Abenteuern, die es bis jetzt gab, vergleichbar ist. Der Name des Games deutet einzig auf das Cyborgauge des Charakters hin. Was dagegen etwas mehr Freude bereitet, ist der Multiplayer, den Ihr über Splitscrenn zocken könnt.
Sound und Grafik
Der Sound ist relativ in Ordnung. Die Waffen hören sich sehr realistisch an. Wobei die Stimmen der Gegner sich zu freundlich anhören. Die Musik ist schon typisch Bond.
Grafisch bleibt das Spiel auch eher auf dem Standardlevel. Es ist nicht viel Berauschendes dabei. Die Gegner sehen zwar ganz gut aus, manche Level wie zum Beispiel "Hongkong" sind sehr detailgetreu dargestellt, andere hingegen sind sehr blass. Es ist auch nicht viel Bekanntes aus den Bond-Movies dabei. Das lässt zusätzlich die eh schon kaum vorhandene Bond-Atmosphäre leiden. Manche Räume wurden sogar nur mit ein paar Pflanzen versehen um den Raum zu füllen.
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