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Take 2 schickt seinen seelisch zerfressenen Cop erneut in die Schlacht gegen den Untergrund. Teil 1 war damals aufgrund der Benutzung der so genannten „Bullet-Time“ (Verlangsamung der Zeit, wobei sich die Hauptfigur in normaler Geschwindigkeit weiterbewegt) in aller Munde.
Wir erinnern uns: Aufgrund der Ermordung seiner Frau und seines Sohnes durch eine Gang, zog Max los um Rache zu üben. Er stellte sich gegen seine Überzeugung des Polizist seins nur um eins zu bekommen: Seine Rache!
Durch seine rabiate Vorgehensweise hatte Max neben der Mafia auch sehr schnell die Polizei im Nacken.
Schwer gebeutelt schaffte er es doch noch, den Kopf der Verbrecherbande zur Rechenschaft zu ziehen, wurde für seine Morde jedoch verhaftet.
Seit diesen Geschehnissen sind Jahre vergangen. Max ist inzwischen wieder bei der Polizei angestellt und sein Leben läuft wieder auf den richtigen Wegen.
....alles beim alten.....
Das herrausragendste Spielelement von Max Payne (wurde aufgrund der expliziten Gewaltdarstellung in Deutschland indiziert) ist nach wie vor der „Bullet-Time“-Effekt. Durch Tastendruck verlangsamt sich die Reaktionszeit der Umgebung und man kann die Gegner Reihenweise wegpusten, bevor diese selbst zu ihrer Waffe greifen können. Dieser Effekt wurde durch den Film „Matrix“ eingeführt und von „Remedy“ konsequent ins Spiel eingebaut. Die „Bullet-Time“ stellt auch in der Fortsetzung einen wichtiges Gameplayelement dar.....
Ein Routineeinsatz ändert alles....
Eine verregnete Nacht, Max befindet sich auf seiner Routine-Tour durch die Stadt.
Plötzlich erhält er die Nachricht, dass in einer Lagerhalle Schüsse gemeldet wurden. Natürlich wird nicht lange gefackelt und Max macht sich sofort auf den Weg zu besagter Lagerhalle.
Solche Ereignisse werden durch Comic ähnliche Standbilder erzählt, welche von professionellen Sprechern gesprochen werden. Durch den sehr düsteren Look und die Sprachwahl des Spiels entsteht eine sehr packende Atmosphäre
Am Lagerhaus angekommen, übernimmt der Spieler die Steuerung. Kennt man den Vorgänger oder hat man schon einen 3D-Shooter auf der Xbox gespielt, findet man sich hier schnell zurecht. Während man mit dem linken Stick Max steuert, dient der Rechte zum Zielen/Umhersehen. Durch Drücken der rechten Schultertaste löst man einen Schuss mit der Waffe aus. Durch Druck auf die Linke Schultertaste hechtet Max in Zeitlupe in die gewünschte Richtung: Ein sehr gutes Mittel, um in nicht voraussehbare Orte zu „stürmen“.
Man steuert Max vorsichtig durch die Lagerhalle, man hört den Regen auf das Metalldach prasseln, von einer kleinen Büroecke ertönen Stimmen, welche aus einer laufenden Fernsehsendung stammen. Einige Schritte weiter trifft man auf einen Arbeiter einer Putzkolonne, welcher von den besagten Schüssen natürlich nichts gehört haben will.
Dieser zückt Kurzerhand die Waffe und eröffnet das Feuer auf unseren Anti-Helden.
Hier nimmt die Geschichte ihren Lauf. Nach und nach deckt der Spieler ein Riesen-Komplott auf.
Die Story ist sehr spannend erzählt und hält den Spieler bis zum Ende am Joypad.
Eine flammende Liebe....
Der Spieler trifft recht schnell auf Mona Sax. Eine Profikillerin, zu welcher sich Max stark hingezogen fühlt. Doch aufgrund seines Jobs kann er dieser Liebe keine Chance geben. Diese sehr glücklose Liebesgeschichte wurde sehr schön in die Geschichte eingebunden und wirkt nicht aufgesetzt.
Der Spielverlauf ist sehr linear gestaltet, der Spieler kann nicht selbst wählen, welchen Weg er einschlagen möchte. Abwechselnd kämpft man sich durch geschlossene Räume und durch offene Straßen.
Rätsel sind keine zu lösen, der Kern des Spiels ist besteht aus purer Aktion. Man bewegt sich durch die linearen Areale und schießt einen Ganoven nach dem anderen über den Haufen. Durch Druck auf die B-Taste wird das Geschehen für längere Zeit verlangsamt, sehr nützlich im Kampf gegen mehrere miese Schergen. Dies ist aber nicht unbegrenzt möglich, durch das Verwenden der „Bullet-Time“ leert sich eine Anzeige am Bildschirmrande, welche sich bei Nichtbenutzen wieder auflädt.
Die Entwickler dachten sich wohl, dass die Aktion im Vorgänger noch nicht spektakulär genug war, also bauten sie die Havok-Engine ein. Dadurch bewegen sich Objekte im Spiel physikalisch korrekt, je nach dem was mit ihnen geschieht. In der Zeitlupefunktion wird dies sogar verstärkt, Gegner werden nach Treffern regelrecht durch die Luft gefetzt und fliegen in den nächsten Kistenstapel.
Leider wirkt dies manchmal unfreiwillig komisch, da die fliegenden Gegner aus Gummi zu bestehen scheinen...
Schön gelöst wurde das Speichersystem: Zu den automatischen Save-Points kann der Spieler selbst noch eine Quick-Save Funktion verwenden, wenn er möchte. Dadurch werden hier Anfänger wie auch fortgeschrittene Spieler angesprochen.
Grafisch ist das Spiel sehr schön gestaltet, die Hauptfiguren wirken sehr detailliert, die Umgebungen sind schön texturiert. Das Spiel ist sehr düster gehalten, was teilweise leider etwas fade wirkt. Auch die Animationen der Hauptfigur wirken sehr steif, Max läuft als hätte er einen Besen verschluckt; während Gegner keine Gelenke zu haben scheinen und wie Marionetten durch die Luft fliegen.
Der Sound wurde sehr atmosphärisch gestaltet. Man hört den Regeln prasseln, von Nebenräumen erklingen Stimmen aus Radios und Fernsehern. Wer mit offenen Augen durch das Spiel stapft, wird einige sehr lustige Anspielungen entdecken, u.a. auf einen Dialog einer Frau mit einem Polizist. Sie fürchtet sich von ihrem Ex, da dieser viele Videospiele spielt und dadurch ein perfekter Schütze geworden ist. Solch ironische Anspielungen sind keine Seltenheit und zaubern einem des Öfteren ein Schmunzeln auf's Gesicht. Die Synchronsprecher haben sehr gute Arbeit geleistet und tragen viel zu der packenden Atmosphäre bei.
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