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Das Warten hat endlich ein Ende! Lange Zeit blickten wir neidisch zu den Playstation2-Besitzern hinüber, doch endlich ist es soweit: Den neuesten Teil der Pro Evolution Soccer-Reihe gibt es auch für die Xbox. Ob das Spiel seinen Erwartungen gerecht wird und ob es ein würdiger Nachfolger ist, erfahrt ihr in diesem Test. Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass die Pro Evolution Soccer-Serie bislang die beste Fußballsimulation auf dem Markt ist.
Alles, was sich ein Fan wünscht.
Im neuesten Teil der Serie gibt es nun fünf verschiedene Modi. Außer einem normalen Freundschaftsspiel gibt es noch einen Turnier-, Liga-, Trainings- und Karrieremodus. Letzteren kann man mit einem Fußball Manager vergleichen. Man muss sein Team aus der 2. Division bis an die Spitze führen. Dies ist alles andere als einfach. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht man nicht nur gute Fußballkünste, sondern auch das Teammanagement will gekonnt erledigt werden. So muss euer Team regelmäßig trainieren um in Form zu bleiben und das Gehalt muss auch stimmen, denn sonst kann es passieren, dass das Team unmotiviert spielt oder sogar euren Verein verlässt. Auf das muss man auf jeden Fall achten, wenn man am Transfermarkt nach Stars Ausschau hält. Manchmal muss man ein halbes Vermögen hinblättern, um einen Spieler für sein Team zu gewinnen. Im Großen und Ganzen ist der Karrieremodus wieder einmal gut gelungen. Es wurden ein paar Verbesserungen eingebaut und der komplette Aufbau wurde vereinfacht.
Leider sind noch immer nicht alle Teams lizenziert worden. Lediglich Spanien, Italien und Holland wurden komplett lizenziert. Bei den Deutschen Clubs gibt es noch immer keinen lizenzierten Spieler. Doch auch für dieses Problem hat Konami eine Lösung parat: Dank des Editors kann man die Namen der einzelnen Spieler verändern.
Realistisches Gameplay!
Bei PES 4 wird Realismus groß geschrieben. Korrekte Ballphysik, sehr gute KI und das Verhalten der Spieler sind nur ein paar Dinge bei denen PES die Nase vorne hat. Im neusten Teil hat jeder Spieler ganze 54 Eigenschaften, die von Schusskraft bis hin zu Verletzungsanfälligkeit reichen. Dadurch spielt sich jeder Spieler anders, wodurch auch Profis länger an diesem Spiel sitzen werden. Auch das Dribbling wurde verbessert, weswegen es nun leichter geworden ist, einen Zweikampf für sich zu entscheiden. Des Weiteren wurde das Passsystem erneuert. Nun gehen Flankenwechsel und schnelle Kombination schneller von der Hand.
Am Toreschießen selber hat sich eigentlich nichts geändert. Es ist vielleicht ein bisschen anspruchsvoller geworden, doch für alte Hasen wird das kein größeres Problem darstellen.
Wenn man dann einmal ein schönes Tor geschossen hat, wo man sich denkt: „Das muss ich meinen Freund zeigen!“, kann man das ganze Replay auf der Festplatte abspeichern und sich so oft ansehen, wie man will.
Xbox Controller vs. PS2 Controller!
Da die PES-Reihe für die PS2 entwickelt wurde, merkt man ganz klar, dass die Steuerung dem Controller der Playstation angepasst ist. Der Befehl „Trick“ ist bei der PS2-Variante auf der R2 Taste, welches angenehm zu erreichen ist. Schlechter sieht es bei der Xbox aus: Da der Controller nur über 2 Schultertasten verfügt, wurde der Befehl auf die schwarze Taste gelegt, welche etwas umständlich zu erreichen ist. Doch nach ein paar Stunden macht einem das nichts mehr aus. Im Gesamten wurde die Steuerung sehr gut übernommen, sodass selbst nach Stundenlangen zocken die Hände nicht schmerzen.
Verbesserter Multiplayer
Als Entschädigung für das lange Warten auf den Titel, hat Konami einen Xbox Live-Modus integriert. Das ist sehr vorteilhaft, wenn man den Computergegner schon satt hat, aber gerade keinen Freund dabei hat. Allerdings ist der Online-Modus sehr mager ausgefallen: Außer einem normalen Match gibt es nur noch eine Weltrangliste. Nach jedem gewonnenen Spiel bekommt ihr Punkte und steigt somit in der Liste auf. Eine Art Clan Modus, in dem man mit Freunden ein Team erstellt, um gegen andere zu spielen wäre doch ein nettes Feature gewesen. Auch mit Lags (bei schlechter Übertragungsgeschwindigkeit kann es passieren, dass die Verbindung ins Stocken kommt) muss ab und an gerechnet werden. Trotz allem ist es eine nette Bereicherung für das Spiel, doch hier liegt FIFA 2005 ganz klar vorne.
Grafisch und Sound wie immer gut.
Die Xbox unterscheidet sich grafisch nicht wirklich von der PS2-Variante. Die Texturen wirken ein bisschen besser und schärfer und auch der Rasen flimmert nicht mehr so stark wie auf der PS2. Die Animationen der Spieler sind sehr gut gelungen und sehen wieder einmal sehr realistisch aus.
Die Soundkulisse des Stadiums ist sehr überzeugend. Auch das Kommentatoren-Duo macht seine Arbeit gut. Lästig werden die Kommentare dabei aber kaum. Denn sobald man anfängt zu spielen hört man gar nicht mehr richtig zu. Nur die Hintergrundmusik beim Training könnte besser sein, aber bei so was kann man schon mal ein Auge zu drücken.
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